Blamage für Android-Erfinder: Neues Super-Smartphone legt Bruchlandung hin

Rafael Thiel
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Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß – da hilft es auch wenig, der Erfinder von Android zu sein. Trotz vielversprechendem Konzept geht Essential aktuell den Bach runter. Noch immer warten Vorbesteller auf das PH-1 und nun sorgt auch noch ein peinliches Datenleck für Aufsehen.

Blamage für Android-Erfinder: Neues Super-Smartphone legt Bruchlandung hin

Die Vorschusslorbeeren, die Andy Rubin als Android-Erfinder genießt, hat Essential mittlerweile eingebüßt. Nach der Vorstellung im Mai sollte das Essential Phone (kurz PH-1) spätestens im Juni seine Besitzer erreichen, doch bis heute ist dieser Fall nicht eingetreten, trotz zahlreicher Vorbesteller.

Allerdings naht der Tag der Versandbestätigung. Offenbar wollte Essential den Vorbestellungsprozess bei einigen Kunden beschleunigen, indem das Unternehmen die persönlichen Daten (kurioserweise samt Kopie des Ausweises) per E-Mail einholte. Das Problem: Die ohnehin schon Phishing-verdächtigen Mails erreichten nicht nur den adressierten Kunden, sondern auch andere Vorbesteller – der Verteiler hatte zahlreiche E-Mail-Adressen ins CC gesetzt.

Die Folge davon war, dass die Posteingänge der Vorbesteller binnen kurzer Zeit mit Mails geflutet wurden, die sensible Daten anderer Kunden enthielten. Standardmäßig richtet sich eine Antwort an alle Mail-Teilnehmer, was einigen Nutzern offenbar nicht aufgefallen ist. Natürlich entschuldigte sich Essential-CEO Andy Rubin rasch und sicherte jenen Kunden, deren persönliche Daten quasi per Rundmail verschickt wurden, ein Jahr kostenlose Nutzung von LifeLock zu. Der Dienst will Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug unterbinden. Das ist zwar eine nette Geste, ein kostenloses PH-1 wäre aber angebrachter gewesen.

Essential unter Zugzwang: Bringt endlich das PH-1 heraus!

Die Posse um Essential lässt zunehmend daran zweifeln, dass das PH-1 tatsächlich so ein revolutionäres Smartphone ist. Scheidende Führungskräfte, ein sich nicht zu den Verzögerungen äußernder CEO und undurchsichtige Vertriebsstrategien erinnern an die Turing-Smartphones, die in ihrer Absurdität fast schon wieder lustig waren. Das PH-1 ist jedoch ernst gemeint und sollte alsbald seine Käufer erreichen, ansonsten dürfte Andy Rubins Essential so schnell verschwinden, wie es aufgetaucht ist.

Quelle: Essential via Gizmodo

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