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Amazon Fire Phone: Angeblich nur 35.000 Einheiten verkauft

Oliver Janko
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Amazon scheint sich mit dem Fire Phone verkalkuliert zu haben: Inoffiziellen Zahlen von ComScore und des Web-Werbeanbieters Chitika zufolge hat der E-Händler seit Juli gerade einmal 35.000 Einheiten des Geräts unter die Kunden gebracht. Der Hersteller selbst gibt noch keine Auskunft über die Verkaufszahlen.

Amazon Fire Phone: Angeblich nur 35.000 Einheiten verkauft

Der Rummel war groß, als Amazon im Juni sein Fire Phone vorstellte: Potente Hardware, kombiniert mit innovativen Features wie einer Pseudo-3D-Perspektive und dem neuartigen Scanservice Firefly sollten das Gerät zur nächsten Amazon-Erfolgsstory machen. Das Smartphone ist nach wie vor exklusiv über den US-Amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T erhältlich, das 32 GB-Modell schlägt mit Zweijahres-Vertrag mit 199 US-Dollar zu Buche, die 64 GB-Version kostet 100 US-Dollar mehr. Ohne Vertragsbindung wird ein Preis von 649 beziehungsweise 749 US-Dollar angegeben.

Das ist den Interessenten offenbar zu teuer: Ein Journalist der britischen Zeitung The Guardian hat die Zahlen des Werbenetzwerks Chitika einer genaueren Prüfung unterzogen. Der Dienstleister verkauft Online-Werbung, aufgrund der verzeichneten Traffic-Zahlen lässt sich in etwa ablesen, mit welchem Gerät wie viele Seiten aufgerufen werden – und demnach auch, wie viele Einheiten eines Modells im Umlauf sind.

Der Traffic des Fire Phones verglichen mit dem des LG G3.
Der Traffic des Fire Phones verglichen mit dem des LG G3.

Seine Rechnung ist dabei durchaus nachvollziehbar: Laut Chitika waren die FirePhones in den ersten 20 Tagen nach dem Verkaufsstart für rund 0,015 Prozent des gesamten Traffics verantwortlich. In den USA sind laut ComScore derzeit geschätzte 177 Millionen Smartphones im Umlauf, die Rechnung lautet also folgendermaßen:

  • 0,015 % von 177 Millionen Geräte = 26,550 Fire Phones in Verwendung

Die Zahlen sind natürlich nur geschätzt, weshalb man von einer gewissen Abweichung ausgehen muss: Diese veranschlagt Charles Arthur, der Autor des Artikels, mit 25 % recht wohlwollend, wodurch man in etwa auf 35.000 verkaufte Amazon-Smartphones kommt – im besten Fall. Amazon selbst schweigt sich derzeit zum Thema aus, der Online-Versandhändler gibt keine Auskunft zu den Verkaufszahlen. Zwar verfolgt Amazon-Chef Jeff Bezos von Beginn an eine langfristige Strategie, ob er mit einem derart schwachen Start gerechnet hat, darf allerdings bezweifelt werden…

Eure Meinung zum Fire Phone? Woran könnte der schwache Verkaufsstart liegen? Meinungen in die Kommentare!

Quelle: The Guardian [via Mobile Geeks]

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