Warum Nexus-Geräte keinen SD-Steckplatz haben

Kamal Nicholas
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Wenn es Euch wie mir geht und Ihr im Besitz eines Galaxy Nexus seid, habt Ihr Euch vielleicht auch schon gefragt, wieso dieses Smartphone eigentlich im Gegensatz zu den meisten anderen Android-Geräten keinen Steckplatz für eine microSD-Karte hat. Nun, es gibt eine Erklärung dafür.

Warum Nexus-Geräte keinen SD-Steckplatz haben

 

Mich persönlich stört es nun nicht, dass das Galaxy Nexus diesen Steckplatz nicht hat, da mir 16 GB Speicherplatz (ok, 13,33 GB bei meinem derzeitig installierten System) vollkommen ausreichen. Aber wie ich auch weiß, ist der fehlende microSD-Steckplatz für einige ein Argument, das Gerät gar nicht erst zu kaufen. Nun, das Galaxy Nexus ist natürlich nicht das einzige Gerät, das auf diese Erweiterungsmöglichkeit verzichtet (wie z.B das HTC One X) und auch in Zukunft dürfte von Google diese Tendenz weiter verfolgt werden, denn auch beim das Nexus 7  Tablet sucht man den Steckplatz vergebens. Warum ist das so? Böse Absichten oder einfach praktischer Nutzen? Manche Kritiker sehen darin Googles Versuch, den Nutzern Cloud-Services aufzudrängen. Vielleicht ist da tatsächlich etwas dran, aber die offizielle Erklärung fällt wohl eher unter Kategorie Nummer 2.

Es ist ja nun nicht so, dass Google die Unterstützung für erweiterbaren Speicher in Android-Geräten aufgeben würde. Für die eigenen Geräte wird allerdings lieber darauf verzichtet, alleine, weil es laut Dan Morill, einem der Entwickler für Android bei Google „wesentlich besser“ ist, auf nur einem Speicherplatz zu arbeiten als auf zweien. Die etwas technischere Version dieser Aussage klingt folgendermaßen:

Das Dateisystem in den gegenwärtigen Nexus-Geräten ist das sogenannte EXT. In Geräten mit erweiterbarem Speicherplatz ist das Dateisystem eine Kombination aus EXT und FAT. Diese Kombination sorgt für eine Aufopferung von Geschwindigkeit und Sicherheit, die in mehr Fehlermeldungen und Problemen mit den Zugriffsrechten sorgen kann.

Außerdem wäre da noch der Vorteil, dass durch Verwendung des EXT Dateisystems Nutzer beim Anschluss ihres Gerätes an den Computer nicht so einfach das Dateisystem durcheinander bringen können, da sie keinen Zugriff auf Block-Level-Ebene haben. Stattdessen steht Nutzern nun das sogenannte FUSE (Filesystem in Userspace) zur Verfügung, mit dem eine virtuelle SDKarte gemounted (eingebunden) wird, die dann beschrieben werden kann.

Ich selbst kann nur sagen, dass mir der vorhandene Speicherplatz im Galaxy Nexus mehr als ausreicht. Ich habe gelesen, dass Leute sich darüber beschweren, dass sie mit dem verfügbaren Speicherplatz nicht „sämtliche Simpsons-Staffeln“ auf ihrem Galaxy Nexus ablegen könnten, was mich doch stark wundert, weil ich gar nicht vorstellen kann, warum man jemals sämtliche Simpsons-Staffeln auf seinem Smartphone bräuchte. Zudem gibt es für alle, die etwas mehr Speicherplatz für solche Daten brauchen, die nicht ständig abrufbar sein müssen, eben die Cloud Services, die ja auch noch reichlich Platz bieten.  Und manchmal ist es auch gar nicht so schlecht, eine wenig von dem /Daten-)Ballast auszusortieren, oder?

Quelle: Android Advice via hello android

Es schreckt Euch nicht ab, dass das Galaxy Nexus keinen erweiterbaren Speicher hat und Ihr möchtet Euch das Teil eventuell demnächst zulegen? Dann schaut doch mal hier nach: 

 

Weitere Themen: Samsung Galaxy Nexus GT-I9250 Handbuch, Google

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