HTC Desire Eye: Peppiges Selfie-Smartphone vorgestellt und im Hands-On-Video

Frank Ritter
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HTC hat soeben in New York ein neues Smartphone der Oberklasse vorgestellt, das durch knallige Farben im Plastikgehäuse, Wasserdichte und vor allem seine Ausrichtung auf Selfies besticht: das HTC Desire Eye. Wir haben uns das Gerät bereits anschauen dürfen. Hier unser erster Eindruck.

HTC Desire Eye: Peppiges Selfie-Smartphone vorgestellt und im Hands-On-Video

Vorgestellt wurde es vor wenigen Augenblicken in New York, wir konnten das neue Oberklasse-Smartphone von HTC aber bereits vorab in Augenschein nehmen. Und das peppige HTC Desire Eye macht, trotz in vielerlei Hinsicht ähnlicher Spezifikationen, einiges anders als sein eleganter Bruder, das HTC One M8 (Test). Hier zunächst das Video – leider durften wir das echte Gerät nicht aufzeichnen, daher die „Notlösung“ mit einem Dummy und Fotos vom echten Gerät. Wir können euch aber versichern, dass das Display ebenso gut ist und die Software – Android 4.4.4 mit Sense 6 – genauso flink läuft wie auf dem HTC One (M8).

Zu den wichtigsten technischen Spezifikationen: Das Gerät verfügt über ein Snapdragon 801 Quad Core-SoC mit 2,3 GHz Maximaltakt und 2 GB RAM, damit liegt es leistungstechnisch auf dem Niveau des HTC One (M8, Test). Daneben besitzt es ein 5,2 Zoll in der Diagonale messendes SLC3-Display mit Full HD-Auflösung. Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat, das allerdings matt und zweifarbig, sowie etwas größer und flacher ist (151,7 x 73,8 x 8,5 Millimeter im Desire Eye gegenüber 146,4 x 70,6 x 9,4 Millimeter im One M8). Auf uns machen die zweifarbig-knalligen Geräte einen haptisch guten Eindruck.

Dazu kommt, dass das Gerät wasserdicht nach IPX7-Standard ist, sollte also in bis zu einem Meter Wassertiefe bis zu 30 Minuten unbeschadet überstehen, auch wenn der Hersteller von entsprechenden Experimenten abrät. Der interne Speicher misst 16 GB und kann per micro SD-Kartenslot um bis zu 128 GB erweitert werden, der Akku umfasst 2.400 mAh. HTC-typisch sind auch die BoomSound-Frontlautsprecher wieder an Bord, wenn auch optisch kaum erkennbar. Der Klang ist aber genauso gut wie beim HTC One (M8) – wir haben das überprüft.

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Während beim HTC One (M8) noch die Kamera unser größter Kritikpunkt war, hat sich HTC beim ungleichen Schwestergerät Mühe gegeben, diese Scharte auszuwetzen. Entsprechend ist nun nicht mehr nur die rückseitige Kamera mit Dual-LED und 13 MP-Sensor (BSI, f/2.0, 28 mm-Linse, Weitwinkel+HDR) ausgestattet, auch an der Front prangt eine 13 MP-Kamera (BSI, f/2.2, 22 mm-Linse, Weitwinkel+HDR) mit Dual-LED. Insbesondere Selfie-Fans dürften also mit diesem Gerät glücklich werden.

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Doch HTC hat die Kamera-Fähigkeiten auch in anderer Hinsicht aufgebohrt. So gibt es nun einen dezidierten Kamerabutton, mit dem man sowohl die Kamera-App aus dem Standby heraus schnell starten als auch ein Foto auslösen kann. Zudem erhält die Kamera-App neue beziehungsweise schon vom Desire 820 (Hands-On) bekannte Funktionen, darunter etwa die Möglichkeit, Splitscreen-Fotos und Videos aufzunehmen, in der Kamera-App schnell durch Wischbewegungen zwischen Haupt-, Front-Kamera, Splitscreen und Bild-in-Bild-Motiv zu wechseln. Ähnlich wie LG, Huawei und Samsung besitzt nun auch HTC eine Live-Verschönerungsfunktion für Gesichter. Die Frontkamera kann ab sofort auf Wunsch auch mit einem Lächeln oder per Stimme ausgelöst werden. Außerdem kann die Frontkamera dank ihrer hohen Auflösung in Videotelefonie-Apps wie Skype eine Art Headtracking verwenden. Einzig die Gimmick-hafte Duo-Camera vom HTC One (M8) ist nicht mehr dabei – ein verschmerzbarer Verlust, wie wir finden. Etwas schade ist, dass man mit dem Desire Eye keine Videos in UHD/4K aufnehmen kann, 1080p bleibt hier das Maximum.

Übrigens sollen zumindest die nicht von spezieller Hardware abhängigen Foto-Features des HTC Desire Eye in absehbarer Zeit unter dem Namen Eye Experience auch den Weg auf andere aktuelle Smartphones der Taiwaner finden. Die kollaborative Video- und Foto-Aufhübschungs-App Zoe soll zudem noch vor Jahresende endlich auch in der Breite für alle Android- und iOS-Geräte zur Verfügung stehen.

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Das HTC Desire Eye soll ab Anfang November in den Farbvarianten Coral (Rot/Weiß) und Blau/Türkis verfügbar sein, der empfohlene Verkaufspreis beläuft sich auf 529 Euro.

Unser erstes Fazit nach einigen Minuten, die wir mit dem HTC Desire Eye verbringen konnten: HTC wagt Neues, und das ist gut. Dass die Desire-Serie, die in den letzten Jahren für Mittelklassegeräte mit Plastikgehäuse bekannt war, sich nun ins High End-Territorium vorwagt, steht ihr gut. Denn auch wenn so mancher bei einem Polycarbonat-Gehäuse die Nase rümpfen mag, fühlt sich das Plastik in diesem Gerät wertig und passend an, ähnlich wie beim Galaxy S5 und dem Nexus 5. Auch die kräftigen Gerätefarben, die erweiterte Kamera-Funktionalität und vor allem der Fokus auf Selfies dürfte ebenso manchem zur Kritik gereichen, der Hersteller umarmt hier allerdings schlicht einen Markt, der nun einmal existiert. HTC peilt eine andere Zielgruppe mit dem Desire Eye an als mit dem One (M8) – eine, die womöglich sonst zum Galaxy S5 oder Sony Xperia Z3 greifen würde; und das ist in Ordnung. Wir sind gespannt auf unser Testgerät.

Galerie zum HTC Desire Eye

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Pressebilder zum HTC Desire Eye

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