Mit Sicherheit eine gute Nachtwanderung!

Leserbeitrag

(Joschka/ Fero) Seit einem Jahr schon sorgen die Nachtwanderer im Bremer Norden für ein sicheres Gefühl bei Nachtschwärmern. Und das ehrenamtlich. Im Artikel erfahrt Ihr Genaueres über die Tätigkeiten der schützenden Wanderer, die Jugendliche und junge Erwachsene durch die Nacht begleiten und helfen, wo sie nur können. Außerdem wollen wir heute von zwei Experten erfahren, ob das Projekt Zukunft hat und wieviel sicherer sich Bewanderte fühlen.

Mit Sicherheit eine gute Nachtwanderung!

Erst kürzlich feierte das ehrenamtliche Hilfsprojekt unter der Schirmherrschaft von Senator Thomas Röwekamp sein Einjähriges. Und schon jetzt steht fest: es kommt gut an! So kommt es statistisch zu keinerlei Zwischenfällen in Bussen, Bahnen oder auf der Straße zu verzeichnen, wenn die Nachtwanderer mal wieder unterwegs waren. Allein die bloße Anwesenheit wirkt deeskalierend. “Das ist aktive Kriminalprävention, Jugendschutz und bürgerschaftliches Engagement, wie man es sich nur wünschen kann”, so Röwekamp. Der Senator für Inneres und Sport fordert die Ausweitung des bundesweit einzigartigen Projekts auf andere Bremer Stadtteile.

Bravo Schweden!

Bislang genießen neben Bremen Nord lediglich Hemelingen und Huchting den friedlichen Geleitschutz. Das Ursprungsland Schweden blickt nach 15 Jahren ehrenamtlicher Nacht-Begleitung auf die stolze Zahl von 200.000 Nachtwanderern in 300 Orten. Und das wohl gemerkt bei rund neunmal weniger Einwohnern als in Deutschland. 50 Nachtwanderer zählt die Region Bremen Nord und es werden mehr. Unterstützt wird das Projekt von der AWO Bremen, dem Präventionszentrum Bremen Nord, der Polizei Bremen, der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), der Jugendbildungsstätte Lidice Haus sowie von der Aktion Mensch.

Keine Hilfsheriffs

Die Nachtwanderer sind Ansprechpartner und bieten Hilfe, falls es zu Problemen kommt. Sie stellen Vorbilder für die jungen Nachtschwärmer dar und kommen auch als Streitschlichter zum Einsatz. Oft wird bei den Freiwilligen sogar direkt gefragt, wann welche Strecken begleitet werden. Allerdings sind die Nachtwanderer keine Hilfssheriffs. Es geht hier lediglich um Gewaltprävention und Zivilcourage. Was, in Anbetracht der aktuellen Lage, kann damit aber auf unserer berühmt-berüchtigten Party-Meile erreicht werden?

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