Mikrosonic SPC: Musikalischer Skizzenblock für Android

Daniel Kuhn
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Es gibt inzwischen gar nicht mehr so viele Gründe, für Android-Nutzer, neidisch auf iOS-Geräte beziehungsweise deren App-Angebot zu sein. Viele Apps wurden inzwischen für beide Plattformen umgesetzt oder sind zumindest in ähnlicher Form zu finden. Aber es gibt eine Art von Apps die in mir regelmäßig den Wunsch nach einem iOS-Gerät weckt: Musik-Apps. Um genauer zu sein: Apps, mit denen man Musik machen kann. Das Bedürfnis nach Anwendungen dieser Art hat auch ein kleines Entwicklerteam erkannt und sich darauf spezialisiert, Android-Geräte mit hochwertigen Musik-Apps zu versorgen. Mikrosonics neues Produkt: SPC.

Mikrosonic SPC:  Musikalischer Skizzenblock für Android

Bisher gibt es für Android leider nur sehr wenige brauchbare Musik-Apps. Nach der bereits sehr gelungenen Retro-Groovebox RD3 hat Mikrosonic jetzt eine neue App in den Market gebracht: SPC. Der Name weckt als erstes Assoziationen zur legendären MPC-Reihe von Akai und das nicht ganz zu Unrecht.

Der Bildschirm zeigt eine Scene, die mit 4×4 Pads befüllt ist, die man dank Multitouch gleichzeitig starten und stoppen kann. Damit aus der App auch Sound rauskommt, können die Pads mit Loops oder einzelnen Samples beladen werden. Es sind bereits zwei Demo Scenes vorinstalliert und auf der Herstellerseite gibt es außerdem zwei zusätzliche Scenes zum Download. Auch Grooves, die mit RD2 erstellt wurden, können theoretisch in SPC eingebunden werden. Auf meinem HTC Desire ist SPC bei diesem Versuch aber leider regelmäßig abgestürzt.

Im Edit-Modus können die zerstückelten Samples per Step Sequencer arrangiert werden. Es wäre allerdings schön, wenn man etwas mehr Einfluss auf das Slicen der Samples hätte. Manche Samples werden einfach in der Mitte geteilt, andere an eher ungünstigen Stellen. Ebenfalls toll wären ein paar einfache Effekte wie Distortion, Filter und Delay, um noch mehr Einfluss auf den Sound nehmen zu können, bisher hat man nur die Möglichkeit Verstärkungsgrad, Panorama und Tonhöhe sowie Attack und Decay der Hüllkurve zu verändern.

Da das Konzept von SPC nicht so ganz leicht zu erklären ist, haben die Jungs von Mikrosonic netterweise ein Video gedreht, dass etwas Licht ins Dunkel bringen sollte.

Die fertigen Songs können im .wav Format gespeichert und sogar direkt zu vorhandenen Soundcloud- oder Dropbox-Accouts hochgeladen. Auch der klassische Versand per Mail ist möglich.

Hier ist ein Beispielsong, den ich nach ein wenig Herumspielen aufgenommen und in meine Soundcloud geladen habe:

Deep Android (Demo) by Aircoholic

Microsonic versteht SPC nicht als vollwertige DAW, vielmehr wird die App als Music Sketchpad, also als musikalischer Skizzenblock bezeichnet. Man hat nicht mehrere Spuren zur Verfügung, die man später noch einzeln bearbeiten kann. Man kann also eher improvisieren und musikalische Ideen festhalten, als komplette Songs zu produzieren. Aber genau darin liegt auch die Stärke der App. Unterwegs spielt man ein bisschen rum und zu Hause greift man die entstandenen Ideen dann wieder auf und entwickelt sie weiter.

Jeder der gerne auch mal unterwegs ein bisschen musizieren möchte, sich aber kein iOS-Gerät zulegen will, sollte sich SPC unbedingt ansehen. Es gibt eine kostenlose Demo-Version, die Vollversion kostet 4,75 Euro. Ein relativ leistungsstarkes Smartphone oder Tablet mit Android 2.1 und höher sollte aber schon vorhanden sein.

Download SPC Demo: Market | AppBrain | androidPIT

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Download SPC (4,75 Euro): <a target="_blank" href="http://market.android.com/details?id=com.mikrosonic.SPC | AppBrain | androidPIT

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