Prince of Persia - Die Geschichte einer Jump'n'Run-Legende

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(Colin) Tierische JumpnRun-Helden im Knuddel- oder Comic-Look gibt es wie Sand am Meer, ernsthafte Hüpfheroen hingegen nur wenige. Jordan Mechners Prinz von Persien zählt zu jener seltenen Spezies und gehört seit fast 20 Jahren zum festen Inventar der Videospielwelt. GIGA blickt zurück auf die bewegte Geschichte des arabischen Action-Akrobaten.

Prince of Persia - Die Geschichte einer Jump'n'Run-Legende

Die Geburtsstunde von “Prince of Persia” schlägt 1989 unter anderem auf Amiga und PC – und schlägt hohe Wellen. So flüssige und realistisch anmutende Bewegungsabläufe hat man bis dato in kaum einem Titel gesehen. Die Story um den namensgebenden Prinzen, der auszieht, seine geliebte Maid aus den Fängen eines bösen Vesirs zu befreien, ist nicht unbedingt oscarwürdig. Dafür begeistert das frische Spielkonzept: Nur 60 Minuten reale Zockzeit bleiben, das Fallen- und Gegnergespickte Kerker- und Palasträume zu überwinden. Punktgenaue Sprungeinlagen sowie pfiffige Schwertkämpfe machen das knifflige 2D-Epos zu einem internationalen Erfolg.

Und erfolgreiche Spiele locken bekanntermaßen Nachfolger auf den Plan – das war vor 19 Jahren nicht anders als heute. “Prince of Persia 2: The Shadow and the Flame” erscheint 1993 und erfüllt mit hübscherer Optik, besserem Sound und mehr spielerischer Abwechslung die Erwartungen. Mitte der 1990er steht für die meisten traditionellen 2D-Serie der obligatorische Wechsel in die dritte Dimension an. Doch was etwa Nintendos Jump’n’Run-Klempner in “Super Mario 64″ mit Bravour gelingt, geht beim arabischen Königssohn in die Hose: Mit vermurkster Steuerung und miesen Kämpfen kann “Prince of Persia 3D” anno 1999 nicht an die große Bitmap-Vergangenheit anknüpfen. Fans wie Kritiker lassen den Helden von einst links liegen.

Erst 2003 gelingt die Wiedergeburt: In Zusammenarbeit mit Serienerfinder Jordan Mechner läutet Ubisoft die “Sands of Time”-Trilogie ein. Alle drei Teile, die bis 2005 im Jahrestakt erscheinen, bieten phänomenale Optik, tolle Hüpfeinlagen und meist gelungen Kampfaction. Veröffentlicht unter anderem auf PS2 und Xbox, beginnt für die meisten Fans der echte Einstieg ins 3D-Zeitalter erst mit “Sands of Time”, “Warrior Within” und “Two Thrones”.

Auch auf den Handhelds fühlt sich der “Prince of Persia” ab 2005 zu Hause – zumindest einigermaßen: “Prince of Persia: Revelations” auf PSP ist eine Art mäßig gelungenes Remake der “Warrior Within”-Episode. “Battles of Prince of Persia” für DS hingegen wechselt das Genre Richtung Taktikschlachten – ebenfalls mit nur mäßigem Erfolg. Wii-Besitzer freuen sich 2007 mit “Rival Swords” auf eine vor allem in Sachen Steuerung an die Möglichkeiten der Nintendo-Konsole angepasste Umsetzung der “Two Thrones”-Episode.

Ende des Jahres erwartet uns das nächste Kapitel. Auf PC, PS3 und 360 startet der Prinz von Persien in ein fulminant erscheinendes Abenteuer, das in herrlicher Optik im – ernsthaften – Comic-Stil daher kommt. In diesem Sinne: Auf dass uns “Prince of Persia” auch die nächsten 20 Jahre in fantastische Welten aus 1000 und einer Nacht entführen möge!

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