3D-Folie für Smartphones: Apple will Produkt nicht unterstützen

Sebastian Trepesch
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3D als Nachrüstsatz für gewöhnliche Smartphones? Die kombinierte Hardware-/Softwarelösung NovaFlex eines französischen Herstellers will es möglich machen. Auf das Telefon wird einfach eine Spezialfolie geklebt, die Software zur Darstellung von 3D-Inhalten auf dem Gerät installiert. Fertig. Wermutstropfen für die Apple-Jünger: Während sich andere Unternehmen um eine schnelle Impementation bemühen, kocht der iPhone-Hersteller sein eigenes Süppchen.

Alles andere wäre eine Überraschung gewesen: Apple scheint nicht an einer Kooperation mit dem französischen Unternehmen Primavril im Rahmen der NovaFlex-Folie interessiert zu sein. “Wir vermuten, dass Cupertino keine preiswerten Technologien verbauen möchte, selbst wenn diese funktionieren und keinerlei Haken haben”, behauptet Dominique Gendron, Gründer von Primavril.

Natürlich geht das Thema 3D nicht an Apple vorbei. Ein jüngst veröffentlichter Patentantrag macht deutlich, dass sich der US-Konzern aufnahmeseitig mit 3D befasst: Zwei Kameralinsen, zwei Helligkeits-, zwei Distanz- und zwei Farbsensoren sollen demnach für qualitativ hochwertige 3D-Aufnahmen sorgen. Marktreife noch nicht in Sicht.

Die Konkurrenten sind mit ihrer Technik längst weiter: LG präsentierte auf der diesjährigen CeBIT den iPad-Konkurrenten V900, das mit zwei Linsen 3D-Aufnahmen ermöglicht. Darstellungsseitig hat Nintendo mit der Konsole 3DS die Nase vorne, neben der Kamera bietet sie ein Display, das für eine räumliche Wiedergabe sorgt und ohne 3D-Brille auskommt.

Trotzdem: Apple ist laut Primavril nicht an dem “Bausatz” NovaFlex interessiert. Ohne eine Kooperation mit dem Gerätehersteller kann das französische Unternehmen sein Produkt allerdings nicht für iPhone und iPad anbieten. Neben der Folie ist nämlich ein Eingriff in das iOS notwendig: Damit wird ein Halbzeilenmodus in das iPhone integriert. Die Folie setzt diesen dank mikroskopisch kleinen Polarisationswaben (Foto oben) so um, dass das linke und rechte Auge des Betrachters zwei unterschiedliche Bilder erhält. Diesen stereoskopischen Effekt interpretiert das menschliche Gehirn als 3D-Bild.

Mit anderen Smartphone-Herstellern, darunter “Global Player”, bereite Primavril bereits die Lizenzierung vor, erklärt Gendron. Mittelfristig sei es sogar möglich, Medieninhalte auf Windows-Rechnern dreidimensional auszugeben. Kleines Trostpflaster für Apple-Nutzer: Für Jailbreak-Geräte dürften findige Freaks relativ bald eine Lösung bereitstellen. Sollte NovaFlex tatsächlich so erfolgreich werden wie erwartet, will Primavril einen Upgrade-Bausatz auch für andere Bildschirmgeräte im Haushalt anbieten, wie zum Beispiel Fernseher, Digitalkameras oder Festnetztelefone.

Update: Dieser Beitrag ist ein Aprilscherz von androidnews.de, LoadBlog und macnews.de.

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