Die Frage, ob man 3D auf mobilen Geräten braucht, oder es sich dabei nur um ein unnützes Gimmick handelt, das die Gesamt-Bildqualität verschlechtert, wird wohl bald beantwortet werden. In Japan bringt der Konzern Sharp im Dezember das Android 2.1-Smartphone 003SH auf den Markt. Dieses bringt einen Screen mit, der einen 3D-Effekt ohne Brille bietet.

3D-Smartphone aus Japan: Sharp LYNX 3D mit Android 2.1 im Video

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein solcher 3D-Screen sehr blickwinkelabhängig ist. Ebenfalls muss man mit einer Verschlechterung der Gesamt-Displayqualität rechnen, denn der Screen muss Signale für das linke und das rechte Auge parallel aussenden. Dass es trotzdem möglich ist, 3D-Bilder ohne Shutterbrille mobil zur Verfügung zu stellen wil Sharp mit einem neuen Android-Handy beweisen. Zunächst aber nur in Japan: Das Sharp LYNX 3D SH-03C kommt beim japanischen Mobilfunk-Anbieter NTT DOCOMO im nächsten Monat auf den Markt. Statt der Shutterbrille verwendet das Handy eine so genannte Parallaxbarriere, die ähnlich auch in Nintendos neuer Handheld-Konsole „3DS“ zum Einsatz kommen soll.

Ein Video zeigt das Handy jetzt in Aktion, freilich ohne den 3D-Effekt rüberzubringen.

Das Gerät hat einen 3,8-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 800×480, eine 1GHz-Snapdragon-CPU, die Kamera mit 9,6 MPixel versteht sich auf 720p-Videoaufnahme. Das Gerät ist mit Android 2.1 ausgestattet, ein Update auf Android 2.2 „Froyo“ wird für das Frühjahr 2011 versprochen. Um den 3D-Screen auszureizen, besitzt das Lynx 3D einige vorinstallierte 3D-Spiele und -Apps. Japanisches 3D-TV wird man über das Gerät gleichsam empfangen können. Außerdem sollen 2D-Fotos auf Knopfdruck angepasst werden können, um sie in 3D anzuzeigen.

Ob das alles funktioniert, bleibt abzuwarten. Einerseits ist ein solcher 3D-Effekt sicher ein echter Hingucker, andererseits kann man dessen längerfristigen praktischen Nutzen ohne schlechtes Gewissen anzweifeln. Dass das Handy erst im Frühjahr Froyo bekommt – einem Zeitpunkt, zu dem vermutlich Android 3.0 „Honeycomb“ vor der Tür steht – ist ein weiterer Kritikpunkt.

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