GoPro HD HERO2: Viel Kamera auf kleinem Raum

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Seit einigen Jahren verkauft eine kleine Firma aus Half Moon Bay in der Nähe von San Francisco Kleinst-Kameras für nahezu jeden Einsatzzweck. Besonders beliebt sind die Kameras aufgrund ihrer Größe bei Sportlern jeder Art, vom Snowboardfahrer über Mountainbiker bis hin zum Motorsportler. Seit Ende Oktober ist das neueste Modell, die GoPro HD HERO2, erhältlich und bietet einige Verbesserungen zum Vorgänger, der HD HERO. Wir haben uns die HERO2 mal genauer angesehen.

GoPro HD HERO2: Viel Kamera auf kleinem Raum

Nicht so schnell! Bevor wir die kleine Kamera im Detail unter die Lupe nehmen, hier ein kurzes Beispielvideo dessen, was alles möglich ist, wenn man die entsprechenden (Extrem-)Sportler kennt:

Das Äußere

Schon beim ersten Anblick der Kamera wird klar, dass man die Kamera aufgrund der Größe an nahezu jedem Ort unterbringen kann. Wer also im Fernsehen irgendwann mal einen fallenden Bowlingpin aus der Ego-Perspektive sieht, kann sich relativ sicher sein, dass das Video-Material aus einer GoPro kam.

Die Kamera kann direkt ab Werk als Set für drei verschiedene Einsatzzwecke bestellt werden. Die Sets unterscheiden sich lediglich darin, welche Befestigungsmöglichkeiten im Lieferumfang enthalten sind. Immer enthalten sind die Kamera selbst sowie ein wasserdichtes Kamera-Gehäuse (bis zu 60 Meter Tiefe).

Die Outdoor Edition kommt mit Befestigungen für direkten Körperkontakt. So sind neben einem Kopfband auch verschiedene Halterungen und Gurte für die Arretierung an Helmen vorhanden. Die Surf Edition hingegen bietet spezielle Befestigungsmaterialien für Surf-Bretter.

Die Motorsports Edition beinhaltet als wichtigsten Bestandteil unter anderem einen kleinen 3-Wege-Arm, der an einem Ende die standardisierte Kamera-Halterung aufweist und am anderen Ende einen Saugnapf für die Befestigung an Scheibe oder Karosserie bietet. Dieser kleine Saugnapf arbeitet sehr zuverlässig wie wir selber herausfinden konnten.

Der Preis aller drei Varianten ist derselbe. Die verschiedenen Befestigungssets sind untereinander kompatibel, so dass man jederzeit problemlos die Kamera innerhalb von Sekunden vom Surfbrett ans Auto klemmen kann. Auch für die Befestigung am Fahrradrahmen gibt es eine spezielle Halterung.

Dank Kontroll-LEDs an mehreren Seiten (vorne, hinten, unten und oben) des Gehäuses weiß man direkt, ob die Kamera gerade aufnimmt. Bei der alten HERO war dies noch nicht der Fall, hier gab es nur auf der Vorderseite neben dem Objektiv eine einzelne LED. Das Objektiv der HERO2 hat eine Blende mit f/2.8, der Fokus ist fixiert.

Die Bedienung selbst findet über zwei kleine Knöpfe an der Front und auf der Kamera statt. An der Front befindet sich ebenfalls das drastisch verbesserte LCD für die Steuerung der Kamerafunktionen, mehr dazu jedoch später. An den Seiten befinden sich der zum einen der Einschub für SD-Karten (bis 32 GByte, Klasse 4 oder höher) sowie ein Mini-HDMI-Port, zum anderen aber auch der Mini-USB-Port und ein Anschluss für externe Mikrofone (3,5 mm Klinke). Auf der Rückseite befindet sich die Öffnung für den Akku sowie ein proprietärer Anschluss für Erweiterungen, auch hierzu später mehr.

Die Kamera selbst findet in einem kleinen, geschützten Gehäuse Platz, an dem dann die eigentliche Halterungen befestigt werden. Die Rückseite des Gehäuses selbst kann gegen verschiedene Varianten ausgetauscht werden. Für den Einsatz im Motorsport gibt es etwa eine offene Variante, welche die Aufnahme des Motorgeräusches bei bestimmten Geschwindigkeiten optimiert.

Das Gehäuse und alle mitgelieferten Befestigungen hinterlassen einen sehr stabilen Eindruck. Einmal im Gehäuse verpackt und am gewünschten Objekt fixiert, hat man keine Angst, dass der Kamera etwas passieren kann.

Erweiterungen

Die Rückseite muss aber aber auch dann ausgetauscht werden, wenn man eins der unterschiedlichen Erweiterungsteile verwenden will. Die so genannten “BacPacs” werden mit den passenden Rückseiten ausgeliefert.

Aufgrund des großen Blickwinkels der Kamera von bis zu 170 Grad haben die Entwickler auf eine standardmäßiges LCD auf der Rückseite verzichtet. Dadurch wird die Kamera leichter und auch um einige Millimeter kleiner. Als “Premium-Zubehör” gibt es jedoch ein LCD, das auf der Rückseite eingehakt wird und sich über einen proprietären Konnektor mit der Kamera verbindet. Das Display macht die Einrichtung des Bildes einfacher, ist aber aufgrund des angesprochenen Blickwinkels der Kamera nicht zwangsläufig erforderlich.

Ab Februar 2012 soll ein Wi-Fi BacPac + Wi-Fi Remote verfügbar sein, über das die Kamera kabellos bedient werden kann. Die Bedienung kann mit Hilfe einer kleinen Fernbedienung geschehen oder alternativ über eine App für Smartphone oder Tablet, oder schlicht und einfach übers Web. Gleichzeitig soll es mit dem Wi-Fi BacPac auch möglich sein das Videosignal über einen Hotspot direkt ins Netz zu streamen.

3D-Fans können mit dem 3D Hero System zwei Kameras koppeln und so auf einfache Art und Weise ein 3D-Video aufzeichnen. Aktuell wird die 3D-Funktion noch nicht von der GoPro HERO2 unterstützt, erst ein künftiges Firmware-Update soll dieses Feature aktivieren. Für die Verlängerung der Batterielaufzeit gibt es darüber hinaus ein Batterie-Pack, welches die Einsatzzeit verdoppelt. Geladen wird der Akku der Kamera über den Mini-USB-Port.

Ein kleines Beispiel

Für den Test stand uns die Outdoor-Edition zur Verfügung. Da ein Freund aber dank eines glücklichen Zufalls einen Ferrari 458 Italia als Test-Objekt hatte, haben wir uns als Zubehör auf den Befestigungsarm des Motorsport-Kits beschränkt. Was damit innerhalb einiger weniger Stunden an einem sonnigen Samstag-Nachmittag machbar ist, haben wir ohne Spezialeffekte oder großartige Schnittkunst in einem kurzen Video festgehalten:

(Eine längere Version des an dem Samstag gedrehten Materials ist derzeit noch in der Produktion.)

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