Hologrammtechnik - Japaner stellen "echtes" 3D vor

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Japanischen Forschern ist es gelungen farbige Hologramme zu produzieren. Bisher waren dafür aufwendige Laserbeleuchtungen notwendig. Die dreidimensionalen Bilder sollen Anwendung in Katalogen und der Medizin finden. Für bewegte Bilder taugt die Technik allerdings nicht.

Hologrammtechnik - Japaner stellen "echtes" 3D vor

Satoshi Kawata, Physikprofessor an der Universität Osaka in Japan griff eine bereits etablierte 3D-Technik auf und entwickelte sie weiter:
“Die Holografie kann ein wirkliches dreidimensionales Lichtfeld erzeugen – echtes 3-D also. Allerdings sind die meisten Hologramme einfarbig, sie werden mit einem einfarbigen Laserstrahl erzeugt. Sie sind also rot oder grün, aber nicht bunt. Unser Verfahren dagegen ermöglicht dreidimensionale Bilder in natürlichen Farben.”

Bisher mussten Hologramme mit Lasern ausgeleuchtet werden, aber Kawata löste das Problem mit einer Metallschicht. Mit der überzog er den speziellen fotografischen Film, auf dem das 3-D-Objekt abgelichtet wurde.

“Fällt weißes Licht auf diese Metallschicht, werden die Elektronen darin zum Leuchten angeregt. Gleichzeitig werden die Elektronen dabei durch die gespeicherte Information im Hologramm beeinflusst. Auf diese Weise können sie dann ein echtes 3-D-Bild entstehen lassen.” Erklärte Satoshi Kawata.

Anwendung soll die neue Technik in der Medizin finden, um CT-Bilder dreidimensional im Raum schweben zu lassen.
Verkäufer könnten ihre Ware zukünftig in 3D-Katalogen anpreisen. Teure Kleidung oder Autos könnten vom Kunden so von allen Seiten unter die Lupe genommen werden.

Doch die Technik hat noch einen entscheidenden Haken, wie Kawata erklärt:

“Im Moment sind unsere Hologramme nur wenige Zentimeter groß, und deshalb sind auch die Objekte, die man sehen kann, ziemlich klein. Aber immerhin: Für ein Smartphone würde die Größe reichen. Dennoch arbeiten wir bereits an deutlich größeren Hologrammen.”

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