iBoobs: 3D-Gummi-Brüste jetzt auch für Android

Frank Ritter
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iBoobs ist eine Brust-Simulator-App für Android. 2008 wurde iBoobs als iPhone-App aus dem Apple-Appstore geworfen. Urteil: Zu obszön für Apple-User! Nun ist der Vertreter einer sonst eher unterrepräsentierten App-Art in einer Android-Variante veröffentlicht worden. Hurra?

iBoobs: 3D-Gummi-Brüste jetzt auch für Android

Wer kennt das nicht — beim Durchstöbern des Android Markets wird man unwillkürlich der Tatsache gewahr, dass zwischen all den Office-Apps, Navigationshilfen, sozialen Netzwerken, To-Do-Listen und Instant Messengern eine App fehlt. Die eine App, die alles ist, die man immer gebrauchen kann, die den Kopf freihält und Orientierung bietet im schnöden Alltag von uns kleinen Zahnrädern im gigantischen Uhrwerk der Gesellschaft, die uns der Tatsache rückversichert, dass wir alle Teil ein und desselben Universums sind und auch alle auf der Suche nach Wahrheit. Diese App ist iBoobs. Nicht.

iBoobs stellt die obere Hälte eines Frauentorsos dreidimensional gerendert dar. Jene nicht unenorme Oberweite kann zum Schwingen gebracht werden. Dies wird erreicht, indem das Telefon bewegt, nötigenfalls geschüttelt wird. In der kostenpflichtigen Variante für 1,50 Euro besteht zudem die Möglichkeit, eine Brustbewegung durch Reiben und Ziehen zu erzeugen.

In puncto Realismus muss sich die App leider den Vorwurf gefallen lassen, offenbar von jemandem programmiert zu sein, der wenig Erfahrung mit den realen physischen und physikalischen Gegebenheiten des weiblichen Busens aufweist. So fühlt sich der anspruchsvolle Nutzer aufgrund der übertriebenen Elastizität der dargestellten sekundären Geschlechtsmerkmale zuweilen an Gummibälle oder mit Wasser gefüllte Luftballons erinnert. Es wabert eher, als dass es wackelt; es hüpft mehr, als dass es wippt. Es wobbelt insgesamt irgendwie falsch. Auch die Grafik selbst ist verbesserungswürdig: Zwar ist dem Entwickler die Hautfarbe der dezent gebräunten Dame gut gelungen, aber zwischen den zwei Brüsten ist beim Auseinanderziehen ein unrealistisch dunkler Schatten sichtbar. In der Realität wäre dieser Bereich dank diffusen Lichteinfalls zumindest teilbeleuchtet. Dass heutige Handy-CPU-GPU-Kombinationen diesen Effekt noch nicht zu berechnen in der Lage sind, ist klar, hier kann man Hoffnung in die technischen Neuerungen der nächsten Generationen von Android-Geräten wie etwa denen mit Tegra3-SoC von Nvidia setzen. Das wird alles mittelfristig noch viel realistischer, wir sind uns da sicher.

Die kleinen Unzulänglichkeiten von iBoobs werden immerhin teilweise durch die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten kompensiert. Im Menü findet man unter anderem Optionen zum Justieren von Schwerkraft, Festigkeit, Gewicht und Geschwindigkeit der Physik-Darstellung. Wer ein schwächeres Android-Gerät besitzt, etwa ein solches ohne dezidierte Grafikeinheit, darf die Komplexität der Physikberechnung und 3D-Darstellung verringern. Auch die Brustgröße und die Entfernung der Kamera kann geändert werden.

Wer Freude an der App findet und diese häufiger verwendet, kann eine Vielzahl an so genannten Achievements, also Erfolge, freischalten, etwa durch besonders heftiges oder ausdauerndes Schütteln. Wer gerne alles protokolliert weiß, kann sich auch mithilfe der eingebauten Statistik über die in der App erbrachten Leistungen informieren: Anzahl der Brustberührungen, stärkstes Schütteln und mehr. Hier zeigt sich auch der Vorteil der virtuellen Variante der Damenbrust: Im realen Leben riskiert man bei zu vehementen Experimenten schnell eine Kopfnuss oder kopfnussähnliche Sanktionen. In iBoobs kann “mann” sich hingegen hemmungslos austoben.

Unser Fazit: Für jemanden auf der Suche nach einer Wackelbusen-App ist iBoobs eine gangbare Option. Im Zweifel sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass iBoobs nicht nur durch die Hardwarevoraussetzungen (ein Smartphone ist kein Gaming-PC!), sondern auch durch handwerkliche Mängel die Realität nachzubilden nur eingeschränkt in der Lage ist. Auf der anderen Seite bietet die App jedem an der Brust- und Brustwackelmaterie Interessierten ein weites Feld an Herausforderungen und Möglichkeiten zum Experimentieren. Eine Warnung sei jedoch noch gestattet: Die App ist definitiv nicht für Kinder, Feingeister, Feministinnen und Feministen sowie Personen mit Geschmack und/oder Stil geeignet.

Download iBoobs Lite: Market | AppBrain

Download iBoobs (ca. 1,50 Euro): Market | AppBrain

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