Nvidia stellt mobilen 3D-Prozessor vor

macnews.de
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Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona wird Ausrichter Nvidia einen neuen mobilen Prozessor präsentieren, der auch 3D-Displays unterstützt. In Anbetracht der zu erwartenden Flut derartiger Smartphones und ähnlicher Geräte dürfte der Tegra 2 3D ein gefragter Chip werden. Als Produktionsstart wird das erste Quartal 2011 anvisiert.

Eine anonyme Quelle ließ TechEye.net Fotos einer für den MWC vorgesehenen Präsentation zukommen. Daraus geht hervor, dass der Tegra 2 3D auf auf einem Dual Cortex A9 aus dem Hause ARM basiert. Mit Taktgeschwindigkeiten von bis zu 1,2 Gigahertz erreicht die CPU 5.520 Millionen IPS (Instruktionen pro Sekunde).

Viele der neuen Smartphones und mobilen Spiele-Konsolen dieses Jahr werden vermutlich über eine von zwei Varianten eines 3D-Displays verfügen. Nintendo macht den Anfang und kündigt noch für diesen März den Nintendo 3DS an, der ganz ohne zusätzliche Brille dreidimensionale Bilder darstellt. Bei dem japanischen Hersteller kommt hierfür eine dünner Film zum Einsatz, der vor dem LC-Display angebracht wird und dank seiner fein geschlitzten Oberfläche die aus dem Kino weithin bekannten 3D-Brillen ersetzt.

Die andere Möglichkeit ist, den gleichen Effekt bereits auf Ebene der LC-Zellen zu erzielen, wodurch eine zusätzliche Schicht über dem eigentlichen Bildschirm überflüssig wird. Kombiniert mit einem Bewegungssensor, der auch die dreidimensionale Steuerung von Smartphone, Konsole und Co. ermöglicht, sind eine Vielzahl von sehr interessanten Anwendungen denkbar. Dementsprechend hoch sind die Gewinn-Erwartungen von Unternehmen wie Nvidia, die dem 3D-Markt ihre unentbehrliche Komponenten verkaufen.

Zuletzt hatte es auch Gerüchte über den Einsatz der 3D-Technologie bei Apples iPod touch gegeben. Ob Steve Jobs sich so schnell auf etwas einlässt, von dem noch nicht einmal sicher ist, ob es auch langfristig erfolgreich ist, bleibt zweifelhaft.

Möglicherweise wird Intels Versuch, den Konkurrenten Nvidia aus dem Netbook-Markt zu verdrängen, also nach hinten losgehen. Zumindest können aktuelle Atom-Prozessoren mit den Leistungsdaten des Tegra 2 3D nicht mithalten, was Nvidia einen nicht unerheblichen Vorteil in dem noch frischen Markt verschafft. Vorausgesetzt natürlich, 3D-Displays werden nicht nach wenigen Monaten schon wieder uninteressant. Etwa dann dürften nämlich die ersten Anwender über diejenigen Nacken-Schmerzen klagen, die entstehen, wenn man sein Smartphone ständig in ein und demselben Winkel vors Gesicht halten muss.

Bild: TechEye.net

Weitere Themen: 3d, Nvidia

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