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Zukunftsaussichten in 3D

Tizian Nemeth
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Während man im Kino immer öfter in 3D-Welten eintaucht, öffnen sich diese zu Hause erst ganz allmählich. Allerdings kündigen sich derzeit laufend neue Produkte für das 3D-Vergnügen in den eigenen vier Wänden an. Die Bandbreite reicht von 3D-Fernsehern über neue Spielekonsolen bis hin zu Speichermedien für dreidimensionale Filme. Da sich Apple in Sachen 3D bislang noch bedeckt hält, werfen wir einen Blick auf die Konkurrenz.

Den 3D-Genuss auf dem heimischen Sofa verspricht unter anderem Fox mit dem Film Avatar in einer 3D-Version auf Blu-ray-DVD – allerdings erst ab 2011. Zuschauer, die sich an der 3D-Welt auf der Kinoleinwand berauscht haben, müssen vorerst mit der 2D-Version vorlieb nehmen, die ab April erhältlich sein wird.

Nintendo tritt zudem den Beweis an, dass 3D auch für Videospielgeräte-Hersteller ein wichtiges Thema ist. Der japanische Hersteller kündigt eine 3D-Variante seiner DS-Konsole an. Dabei sei keine spezielle Brille notwendig, nähere Details sollen im Juni folgen, erklärt Nintendo.

Die Hersteller Acer und LG haben bereits auf der CeBIT 2010 23 Zoll-3D-Displays vorgestellt. Sie verwenden jeweils ein 120 Hz-Panel, bieten eine Full HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten und kosten rund 350 Euro.

Dass sich 3D auch auf Fernsehern darstellen lässt, beweist unter anderem Sony mit den 3D-Fernsehgeräten aus der Bravia LX9-Serie, die der Hersteller auf der CES 2010 vorgestellt hat. Der Anwender sitzt mit einer aktiven Shutter-Brille vor dem Fernseher, den es mit 40, 52 und 60 Zoll Bildschirmdiagonale gibt. Das Gerät berechnet aus einem Bildsignal drei neue; zuvor verbessert es das Ausgangssignal, um Bildfehler zu minimieren. Die Preise für die Modelle sollen zwischen 2350 und 4700 Euro liegen.

Ebenfalls auf 3D setzt LG mit dem Full-HD-3D-Projektor und einer passiven Brille: Das Bild wirft das Gerät mit 2.500 ANSI-Lumen und einem Kontrastverhältnis von 7000:1 auf die Leinwand. Die TruMotion-Technik mit 120 Hertz Bildwiederholfrequenz sorgt zudem für klare Bilder – allerdings ist das Schmuckstück mit einem Preis von 11.500 Euro nicht eben ein Schnäppchen.

Auch wenn Apple bislang zur schrumpfenden Fraktion der Hersteller gehört, die sich zum Thema 3D noch nicht äußern, müssen Apple-Fans dennoch nicht auf die 3D-Welten verzichten. Beispielsweise bietet der Optikspezialist Zeiss die Videobrille Cinemizer Plus an, die man unter anderem an das iPhone anschließen kann und die dem Träger eine 115 Zentimeter große Filmleinwand vorgaukelt – großes Kino im Kopf. Die Brille kostet 299 Euro. Auch am iPad sollte man auf diese Weise stereoskope Bilder sehen können und damit die Zeit überbrücken, bis Apple auf den bereits angefahrenen Zug aufspringt.


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