Tomb Raider Vorschau – Jetzt wird’s schmutzig: Neue Infos direkt von der E3

Lara Croft kennt wirklich jedes Kind. Die bekannte Videogame- und Filmheldin ist superreich, furchtlos, mit überirdisch guten Akrobatik- und Kampffähigkeiten ausgestattet und nebenbei auch noch mit einem umwerfenden Äußeren gesegnet. Doch wie ist sie zu dem geworden, was sie ist?

Tomb Raider Vorschau – Jetzt wird’s schmutzig: Neue Infos direkt von der E3

Dieser Frage gehen Crystal Dynamics und Square Enix in ihrem für 2012 angekündigten Spiel nach. Wie man schon am schnörkellosen Titel ohne Nummerierung oder Namenszusatz erkennen kann, ist Tomb Raider dabei mehr als bloß ein Prequel zu Laras anderen Abenteuern, sondern mehr so etwas wie ein kompletter Neustart der Serie – inklusive einer Menge Neuerungen.

Natürlich klettert, kämpft, rätselt und erkundet Lara noch, an diesen Grundpfeilern des Tomb Raider-Paketes lässt sich nicht rütteln. Doch die Über-Heldin Croft, die Frau jeder Situation ist, ist gewichen. Die junge Lara hat noch keine Erfahrung mit dem Kämpfen, hat noch nie einen T-Rex mit zwei Pistolen entsorgt, Atlantis gesucht oder Thors Hammer geschwungen. Die junge Lara ist unerfahren, zuweilen ängstlich und dadurch sehr viel mehr in der Realität verwurzelt als in den anderen Teilen. Diese Änderungen machen sich auch optisch bemerkbar.

Gewichen ist der etwas cartoonhafte Stil. Lara sieht nun fotorealistisch aus, wird dreckig und blutet, und letzteres nicht zu knapp. Auch die im Reich der Fantasie angesiedelten weiblichen Proportionen sind einer realistischen, menschlichen Körperform gewichen. Die Kameraführung ist dynamisch und setzt Effekte wie eine Wackelkamera, verschiedene Perspektiven, Licht- und Wassereffekte ein, um dem Spieler mehr ins Geschehen zu ziehen und ein sehr viel filmischeres Erlebnis zu präsentieren.

Nur durch solche Änderungen funktioniert aber das, was sich Crystal Dynamics für Laras (Wieder-)Geburt ausgedacht haben. Die junge Lara, frisch aus der Uni und noch ohne ihr schwindellerregendes Vermögen im Rücken, ist auf der Suche nach Bestätigung. Die sucht sie im Abenteuer – also schippert sie in die Gewässer Japans, um auf Schatzsuche zu gehen. Doch sie kommt nie dort an. Ihr Schiff erleidet Schiffbruch, Lara geht über Bord und wacht kopfüber gefesselt in einer Höhle auf einer riesigen Insel wieder auf.


Nachdem sie sich von den Fesseln befreit und aus der Höhle geflohen ist, muss sie sich auf der Insel behaupten – und die ist wahrlich kein Urlaubsparadies. Gefahren und Gegner lauern überall, und Lara muss immer wieder um ihr nacktes Überleben kämpfen. Erst nach und nach lernt sie dabei die nötigen Fähigkeiten, verbessert langsam ihre Kampffertigkeiten und stockt ihr Arsenal an Hilfsmitteln auf.

Durch die Änderungen erlebt der Spieler Lara sehr viel näher als zuvor, baut eine sehr viel engere Beziehung zu ihr auf. So tut es umso mehr weh, wenn sich Lara bei einem Sturz einen Dorn in die Seite rammt und fortan verletzt umherhumpelt und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Und wenn Lara sich durch enge Höhlensysteme quetscht, plötzlich über einen Leichenberg stolpert oder ihr in einem überfluteten Stollen das Wasser bis zur Nase geht, wird der Spieler umso mehr emotional bei der Sache sein. Er fiebert bei den dramatischen Sequenzen mit und führt mit schwitzigen Fingern die Quick-Time-Events aus und kämpft um Laras Überleben und Wohlergehen.

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Weitere Themen: Tomb Raider, Tomb Raider Demo, E3

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