Kauft es nicht: YouTube-Star MKBHD disst das HTC U Ultra

Philipp Gombert
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Das U Ultra ist HTCs neuestes High-End-Phablet. Doch ultra ist im Grunde nur die Größe, während andere Aspekte des Smartphones nicht Flaggschiff-würdig sind. Deutliche Kritik gibt es nun vom YouTube-Star MKBHD, der fast kein gutes Haar ans U Ultra lässt.

Mit dem U Ultra versucht HTC die Gunst der Heavy-User für sich zu gewinnen. Die Leistung lässt dabei nicht zu wünschen übrig: Unter der Haube arbeitet ein Snapdragon-821-Prozessor, dem 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Über dem riesigen Bildschirm des Smartphones wurde — ähnlich dem V10 und V20 von LG — ein zweites Display integriert. Dort werden Informationen, Benachrichtigungen und Bedienelemente angezeigt. Klingt zunächst durchaus interessant. Dennoch stellt insbesondere ein Kritikpunkt — der viele weitere mit sich bringt — die positiven Aspekte des Smartphones in den Schatten.

Kleiner Akku im großen Gehäuse

In einem Video (oben) rät YouTube-Star MKBHD vom Kauf des HTC U Ultra sogar ab. Der Grund: Platzverschwendung. Hinsichtlich der Maße spielt das Smartphone in einer Liga mit dem iPhone 7 Plus oder Google Pixel XL. Warum also nur ein 3.000-mAh-Akku? Zum Vergleich: Das kleinere OnePlus 3T kommt mit einer Kapazität von 3.400 mAh, das Nexus 6P sogar mit 3.450 mAh. Dabei ist das U Ultra auch nicht außergewöhnlich dünn — ganz im Gegenteil. Die Rückseite erinnert an das Samsung Galaxy S6: Das Kameramodul steht weit aus der Rückseite heraus. Liegt das Smartphone flach auf dem Tisch, sind Tastatureingaben eine Qual.

Wo ist der Kopfhöreranschluss?

Doch damit ist noch nicht genug. Es fehlt ein Kopfhöreranschluss. Dieser wurde, so MKBHD, beim iPhone 7 aus Platzgründen entfernt — an Platz mangelt es dem U Ultra hingegen nicht. Wenigstens gibt es einen Fingerabdruckscanner, der ist allerdings ziemlich klein und wirkt ebenso wie die Softwarebuttons etwas deplatziert. Von den einst so guten BoomSound-Lautsprechern aus Flaggschiff-Smartphones vergangener Jahre ist ebenfalls nichts mehr zu hören.

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Die Liste der Kritikpunkte ist lang. Wäre doch zumindest der Preis dem Feature- und Funktionsumfang angemessen. Mit 749 Euro für die 64-GB-Variante ist das definitiv nicht der Fall — vom Kauf wird im Video abgeraten. Diesem harten Urteil wollen wir uns zwar nicht ganz anschließen, immerhin bringt das U Ultra ja auch einige interessante Features mit. Im Vergleich zur Konkurrenz lässt das High-End-Phablet aber tatsächlich an vielen Ecken und Enden zu wünschen übrig.

Quelle und Bild: MKBHD

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