Huawei Ascend P7 im Test: Halbwegs High-End

Lukas Funk
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Mit dem Huawei Ascend P6 hat das chinesische Unternehmen im vergangenen Jahr gezeigt, dass auch Smartphones der Mittelklasse vor allem in Sachen Design der hochpreisigen Konkurrenz in nichts nachstehen müssen. Der Nachfolger, das Huawei Ascend P7 versucht nun den Sprung in die Oberklasse und glänzt neben seinem Äußeren auch mit vielversprechenden Spezifikationen. Gegen wen tritt das Smartphone also an, High-End oder die neue Mittelklasse, die vom Preisbrecher Moto G von unten aufgerollt wird? Dieser Frage gehen wir in unserem ausführlichen Testbericht nach.

Huawei Ascend P7 im Test: Halbwegs High-End

Während Samsung, LG, HTC und Konsorten sich jahrein, jahraus einen Kampf um den Titel des besten High-End-Androiden liefern, hat Huawei schon längst gemerkt, dass vor allem im mittleren Preissegment noch viel Marktpotential liegt. Und während die großen Namen der Branche hier sowohl mit Hardware als auch Design geizen, umwirbt Huawei seine Kunden gezielt mit hochwertigen Materialien, sprich: Glas und Aluminium, einem schlanken Gehäuse und eleganten Kurven.

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Das hat beim letztjährigen Schmuckstück Ascend P6 (Test) offenbar so gut funktioniert dass Huawei an diesem Rezept festhält, auch das Ascend P7 verzückt schon auf den ersten Blick. Zudem lassen die inneren Werte aufhorchen: Der vierkernige HiSilicon Kirin 910T, eine Entwicklung aus eigenem Hause (HiSilicon ist eine Tochterfirma von Huawei), taktet mit 1,8 GHz pro Kern und bekommt 2 GB RAM zur Seite gestellt. Das 5 Zoll-Display löst mit Full HD auf und auch die Kamera scheint mit einer Auflösung von 13 MP auf dem Stand der Zeit zu sein. LTE, Bluetooth 4.0 LE, NFC und ein 2.500 mAh starker Akku erwecken auf dem Papier fast schon den Eindruck von High-End. Auch Software-seitig ist das Ascend P7 mit Android 4.4.2 KitKat fast topaktuell, wo also ist der Haken?

Das Huawei Ascend P7 im Video

Bevor wir uns dem Smartphone im Detail widmen, hier zunächst Kollege Amirs erster Eindruck vom Anfang des Jahres:

Hier außerdem das Testvideo vom Kollegen Jens. Achtung: Das Video entstand vor der Zusammenlegung von androidnext und GIGA Android. Möglich, dass der Videotest zu einem anderen Fazit gelangt.


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Optik, Haptik und Verarbeitung des Huawei Ascend P7

Wie schon seinem Vorgänger sieht man dem Huawei Ascend P7 an, wer die Inspiration für sein Design lieferte. Neben offensichtlichen Anleihen an Apples iPhone stand in diesem Jahr aber auch Sonys Xperia-Serie Pate, erkennbar am leicht eingelassenen runden Power-Button auf der rechten Seite. Sieht man von einer gewissen Dreistigkeit ab, die Huawei hier ohne Zweifel zu unterstellen ist, sind diese „Vorbilder“ aber keinesfalls schlecht gewählt, und so gehört das Ascend P7 gewiss zu den optisch ansprechendsten Smartphones, die derzeit erhältlich sind.

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Mit Maßen von 139,8 x 68,8 x 6,5 mm ist es etwas größer und „properer“ als das Ascend P6 (132,7 x 65,5 x 6,2 mm), aber dennoch außergewöhnlich schlank und mit 124 gegenüber 120 Gramm beim Vorgänger fast genauso leicht. Dennoch liegt es sehr angenehm in der Hand, wofür sich unter anderem der angeraute Aluminiumrahmen verantwortlich zeichnet, der sich von der linken über die Stirn- bis zur rechten Seite zieht und einen angenehmen haptischen Kontrast zum vorder- und rückseitig verwendeten Gorilla Glass 3 bietet. Die wertig wirkende abgerundete Unterseite – hier besteht der einzige Berührungspunkt mit Plastik – tut ihr Übriges.

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Fast alle physischen Elemente finden sich auf der rechten Seite des Geräts, von oben nach unten die Lautstärkewippe, der Power-Button, der Steckplatz für die microSD-Karte und jener für die Micro-SIM-Karte. Die Klinkenbuchse findet ist an der Oberseite platziert, der Micro USB-Port unten.

Da Huawei auf Software-Buttons setzt, sind auf der Front neben dem Logo und den gängigen Sensoren für Näherung und Helligkeit nur die Frontkamera und die Hörermuschel zu erkennen. Über letzterer leuchtet mittig das Benachrichtigungslicht. Ähnlich verhält es sich mit der Rückseite: Hier finden sich neben Kamera und Blitz nur das Firmenemblem sowie der notwendige Aufdruck von Zertifikaten und Hinweisen sowie der Mono-Lautsprecher, umgesetzt als vertikaler Schlitz mit Alu-Gitter. Dieser weckt, kombiniert mit glitzernden Elementen unter dem Gorilla Glass, Erinnerungen an das Nexus 4 (Test).

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Doch nicht nur optisch macht die Verarbeitung etwas her: Zwischen Plastik, Glas und Aluminium sind nur minimale Spaltmaße, in denen sich kein sichtbarer Schmutz sammeln kann. Beim Drangsalieren des Smartphones ist kein Knarzen und kein Klackern zu hören, die herausnehmbaren Schübe sitzen bombenfest; lediglich die Lautstärkewippe und der Power-Button haben etwas Spiel, mutmaßlich, um ihre Abnutzung zu minimieren und die Lebensdauer zu verlängern. Lediglich in Makroaufnahmen zeigen sich leichte Unregelmäßigkeiten und Dellen an der Fase des Aluminiumbandes, die aber mit bloßem Auge nicht zu sehen sind und deshalb nicht in die Wertung mit einfließen.

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Wie gut ist das Display des Ascend P7? Und wie performant ist das Smartphone? Auf der nächsten Seite erfahrt ihr es.

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