Huawei Mate 9 Test: Software, Leistung und Daten

EMUI 5.0 auf Basis von Android 7.0 Nougat: Die Software im Test

Huawei Mate 9 Test Software_01

Wenn man die Entwicklung des EMUI in jeder Version mitverfolgt hat, merkt man die Fortschritte daran deutlich. So auch in der neuesten Version 5.0 auf Basis von Android 7.0 Nougat. Das Smartphone fühlt sich wieder einmal frisch und schnell an, Ruckler gibt es keine. Die Benachrichtigungsleiste ist nicht mehr zweigeteilt. Viele Funktionen wurden minimal überarbeitet, sodass einige Kritikpunkte der Vorgängerversion ausgeräumt sind. Die Farben der Symbole erinnern zwar weiterhin mehr an iOS von Apple als an pures Android, doch das Design lässt sich individuell anpassen. Es stehen nämlich erneut viele Vorlagen zur Verfügung, die die Optik komplett verändern können. Alternativ installiert man sich einen anderen Launcher und hat damit fast pures Android – zumindest von der Oberfläche.

Bildergalerie Huawei Mate 9 Test: EMUI 5.0 Software

Das neue EMUI 5.0 ist insgesamt also gut gelungen, obwohl die vielen Anpassungen der Oberfläche nicht jedem Nutzer gefallen dürften. Wichtig ist, dass das Smartphone flüssig läuft, und das tut es in jeder Lebenslage. Egal, ob beim einfachen Browsen, Musikhören oder Spielen der neuesten 3D-Games – alles funktioniert wunderbar. Abstürze oder andere Probleme sind im Testzeitraum nicht aufgetaucht. Der Schrittzähler funktioniert zuverlässig, mit dem Einhandmodus lässt sich das große Phablet auch einigermaßen gut mit einer Hand bedienen und der Nachtmodus belastet die Augen nicht zu stark, wenn man das Smartphone in der Dunkelheit nutzen möchte.

Komplett neu bei Huawei ist die Möglichkeit, Apps zu klonen. So kann man auf einem Smartphone zwei Mal WhatsApp oder Facebook mit unterschiedlichen Nummern und Accounts verwenden. Das ist natürlich praktisch, wenn man zwei SIM-Karten nutzt und beispielsweise Geschäftliches und Privates trennen möchte. Doch auch der Einsatz im Ausland wird so erleichtert.

Huawei Mate 9 Test Software App Klonung

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Kirin 960: Der neue Prozessor im Huawei Mate 9

Das neue Huawei Mate 9 kommt natürlich auch wieder mit einem neuen Prozessor. Das chinesische Unternehmen verbaut den eigenen Kirin 960, der mit acht Kernen ausgestattet ist. Es handelt sich um zwei Quad-Core-Prozessoren, die sich je nach Bedarf die Arbeit teilen. Erstmals nutzt Huawei Cortex-A73-Kerne, die mit bis zu 2,4 GHz arbeiten. Dazu gibt es den Cortex-A53 Quad-Core mit bis zu 1,8 GHz. Zusammen leistet der Prozessor sehr gute Arbeit, sodass alle Apps, Spiele und weitere Inhalte flüssig laufen. Die Mali-G71-MP8-GPU hat ebenfalls mehr Leistung spendiert bekommen und mit der Full-HD-Auflösung auch leichtes Spiel. Insgesamt eine gelungene Evolution, die aber zumindest im Hinblick auf Benchmarks dem Snapdragon 821 oder Apple-A10-Prozessor nicht gefährlich werden kann.

Huawei Mate 9 Test Benchmarks

Huawei Mate 9: Die technischen Daten im Überblick

Name Huawei Mate 9
Display 5,9 Zoll IPS mit 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD, 373 ppi)
Prozessor Kirin 960 Octa-Core mit 4 x 2,4 GHz (Cortex A73) und 4 x 1,8 GHz (Cortex A53), Mali G71 GPU
Arbeitsspeicher 4 GB (LPDDR4)
Speicher 64 GB, UFS 2.1 (um bis zu 2 TB erweiterbar)
Kamera Leica Dual-Kamera mit 20 MP (monochrom) & 12 MP (RGB), Hybrid-Autofokus, optischem Bildstabilisator, Hybrid-Zoom, Dual LED, 4K-Videoaufnahme
Frontkamera 8 MP
Konnektivität LTE, NFC, Bluetooth 4.2, GPS, WLAN, Nano-SIM
Akku 4.000 mAh mit Huawei SuperCharge
Maße 156,9 x 78,9 x 7,9 Millimeter
Gewicht  190 Gramm
Betriebssystem  Android 7.0 Nougat mit EMUI 5.0
Farben  Silber, Grau
Besonderheiten  Fingerabdruckscanner, USB-Typ-C-Anschluss
Preis (UVP)

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