WWDC: iPhone 3G ab Juli, aus .Mac wird Mobile Me und erste Infos zu OS X 10.6

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(Holger) Wie erwartet hat Apple heute in einer überdurchschnittlich langen Keynote die zweite Generation des iPhone vorgestellt. Neben UMTS hat es nun einen eingebauten GPS-Chip und wurde im Preis gesenkt.

WWDC: iPhone 3G ab Juli, aus .Mac wird Mobile Me und erste Infos zu OS X 10.6

Fast die gesamte erste Stunde der WWDC-Keynote widmete der kalifornische Konzern dem SDK, welches für das iPhone und den iPod touch verfügbar ist. Gezeigt wurden Spiele und natürlich normale Anwendungen, die auf den Touchscreen-Geräten genutzt werden können. Die gezeigten Spiele nutzen unter anderem den Bewegungssensor des iPhone als Controller.

Die iPhone-Software in Version 2.0 ist für alle iPhones kostenlos erhältlich, iPod touch Besitzer zahlen in den USA 10 US-Dollar.

Erst nach der Präsentation der Anwendungen wandte sich Jobs sich zum iPhone. Wie erwartet hat die nächste Version des iPhone, genannt iPhone 3G, UMTS-Support und einen eingebauten GPS-Chip. Die integrierte UMTS-Lösung (mit HSDPA) ist bei Bedarf abschaltbar, etwa um Strom zu sparen.

Die Akkulaufzeit gibt Apple wie folgt an:
- Bis zu 5h Sprechzeit bei 3G
- Bis zu 10h Sprechzeit bei 2G
- Standby-Zeit von bis zu 300 Stunden
- Internet-Nutzung bei 3G von bis zu 5 Stunden
- Internet-Nutzung bei WLAN von bis zu 6 Stunden
- Video-Nutzung bis zu 7 Stunden
- Audio-Wiedergabe bis zu 24 Stunden

Die GPS-Unterstützung kommt unter anderem beim Schießen von Fotos zum Einsatz, da die geschossenen Fotos mit dem aktuellen Standort versehen werden. Aktuell handelt es sich bei der Kamera um die bekannte 2-MP-Version, eine Kamera zum Video-Chat an der Front sucht man vergebens.

A propos Optik: Die Gehäuserückseite ist nun standardmäßig aus Plastik, je nach Modell ist schwarz oder weiß (nur beim 16-GByte-iPhone) wählbar. Laut den Kollegen von Engadget, die bereits die Gelegenheit hatten, das Gerät in die Hände zu nehmen soll die Plastik hochwertig sein, allerdings Fingerabdrücke anziehen. Der Kopfhöreranschluß ist nun wieder normal und nicht versenkt wie beim ersten iPhone.

Keine Rede ist bisher von einer Zwischenablage zum Kopieren und Einfügen oder dem Support von MMS-Nachrichten.

Kosten soll das schwarze iPhone 3G mit 8 GByte Speicher in den USA 199 US-Dollar, für 100 US-Dollar mehr bekommt man 16 GByte und darf zwischen schwarzem und weißem Finish wählen. Als Liefertermin wurde der 11. Juli genannt. Gedongelt wird das iPhone in den USA weiterhin mit AT&T. Deutsche Preise stehen aktuell noch nicht fest.

Der bislang als .Mac bekannte Zusatzdienst für Mac OS X wird nun um Features für das iPhone ausgebaut, daher der ebenfalls ab Mitte Juli stattfindende Namenswechsel auf “Mobile Me”. Mit Mobile Me können Kontakte und Kalender-Daten kabellos synchronisiert werden. Mails werden via Push E-Mail direkt ans Handy geschickt, der Blackberry oder Microsoft Exchange, welches ebenfalls mit der neuen iPhone-Software erscheinen wird, lassen grüßen. Fotos vom Handy können direkt an den Dienst geschickt werden und tauchen so auf der eigenen Homepage auf.

Preislich orientiert sich Mobile Me an .Mac: Für 79 Euro bekommt man alle oben genannten Features, sowie die altbekannten .Mac-Funktionen, welche unter anderem eine 20 GByte große Online-Festplatte umfassen.

Zum Betriebssystem OS X 10.6, offizieller Codename “Snow Leopard”, sagte Apple nicht viel. Bekannt ist allerdings, dass es sich primär um ein Service-Release handele, welches aktuelle Probleme beseitigen und nur sekundär neue Features beherbergen soll. Als aktueller Release-Termin wird Mitte nächsten Jahres gemunkelt.

Weitere Themen: WWDC, 3g, iPhone

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