Camera Mic: iPhone Mikro als Fotoauslöser

Marie van Renswoude-Giersch
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Nach Camera+ und Quick Snap hat es erneut eine Kamera App in den App Store geschafft, die das iPhone mit einem alternativen Fotoauslöser ausstattet. Während bisherige Anwendungen dafür die Lautstärkeregler des iPhones umfunktionierten, nutzt Camera Mic das Mikrophon an iPhone oder Headset. Ein Klick darauf, und das Foto ist im Kasten.

Das Prinzip, das iPhone-Mikrophon als Fotoauslöser zu verwenden, scheint besonders dann interessant, wenn man ein Selbstporträt oder eine Gruppenaufnahme mit sich und anderen machen möchte. Denn neben dem Mikrophon am iPhone selbst lässt sich auch das Mikro am Headset verwenden. Somit könnte das iPhone mit großem Abstand vor einen gehalten werden. Der Auslöser, also das angeschlossene Headset, wird dann bequem in der anderen Hand gehalten.

Neben einem Klick betätigt auch ein lautes Geräusch den alternativen Fotoauslöser. In den Einstellungen von Camera Mic* (79 Cent, iPhone/ iPod 4G) kann die Lautstärke festgelegt werden, bei der ein Foto geschossen wird. macnews.de hat die App mit einem iPhone 3GS getestet und die laute Redaktionsumgebung sorgte sofort für einen ganzen Stapel an Fotos. Wird die Sensibilität des Auslösers richtig eingestellt, funktioniert das Ganze mit beiden Mikros. Beim iPhone 4 kann auf Wunsch automatisch der Blitz getätigt werden.

Nach dem kurzen Test steht allerdings auch fest, dass sich die Methode für den alltäglichen Gebrauch als zu umständlich erweist. Denn für jede Umgebung müsste vorher die passende Lautstärke eingestellt werden. Zudem muss man zu genau darauf achten, ob es mit der Aufnahme auch wirklich geklappt hat. Die Bedienung über einen Hardware-Knopf wie den Lautstärkeregler ist da bequemer. Für bestimmte Situationen kann die Anwendung dennoch praktisch sein.

Die Apps Camera+ und Quick Snap wurden nach kurzer Zeit von Apple aus dem App Store genommen, da Apple die Umfunktionierung der physischen Knöpfe des iPhones untersagt. Mit der Lautstärkensteuerung dürfte Camera Mic einen “legalen” Weg gefunden haben, die Kamera alternativ auszulösen.

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