Gerüchte: Kein iPhone mini in absehbarer Zeit

Florian Matthey
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Die New York Times hat sich der jüngsten iPhone-Gerüchte angenommen und die eigenen Apple nahestehenden Quellen zum Thema befragt. Ihnen zufolge werde es in absehbarer Zeit kein kleineres iPhone geben: Die Kosten ließen sich dadurch nicht deutlich senken. Stattdessen versuche Apple, das “große” iPhone günstiger zu produzieren.

Die Zeitung zitiert diverse Analysten, die ein großes Potential für günstigere iPhones vorhersagen: Der Analyst A. M. Sacconaghi Jr. glaubt, dass ein solches Gerät die Verkaufszahlen um ein Sechsfaches steigern könnte. Das Potential bestehe vor allem in bisher noch nicht so stark erschlossenen Märkten, in denen Mobilfunkbetreiber Geräte nicht so oft mit den Einnahmen aus Laufzeitverträgen subventionieren. Sein Kollege Gene Munster ist sich sicher, dass ein großes Potential aber nur dann besteht, wenn auch die 300.000 bestehenden iPhone-Apps auf dem Gerät funktionieren.

Eben da scheint das Problem eines kleineren iPhones zu liegen: Die Quellen der New York Times berichten, dass sich bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit zu bestehenden Produkten die Kosten nicht wirklich senken ließen. Eine vergleichbare Leistungsfähigkeit wäre aber Voraussetzung für die Kompatibilität. Apple könnte also tatsächlich kleinere iPhone-Prototypen produziert, sich aber erst einmal gegen eine Umsetzung in ein fertiges Produkt entschieden haben.

Stattdessen werde Apple in Zukunft weiter darauf setzen, das jeweilige Vorgängermodell des aktuellen iPhones vergünstigt anzubieten. Ohne Mobilfunkvertrag kostet das iPhone 3GS aus dem Jahr 2009 in Apples Online-Store* 519 Euro, das günstigste iPhone 4 kostet 629 Euro. Gleichzeitig werde Apple versuchen, durch Anpassung der Komponenten die Kosten des “großen” iPhones zu senken. Die Ausmaße des Gerätes würden sich dadurch aber zumindest in absehbarer Zeit nicht ändern.

Die Quellen der New York Times bestätigen hingegen die Gerüchte um eine Erweiterung von MobileMe bei gleichzeitiger Kostensenkung des Angebots auf Null: Zusätzlich zum aktuellen Portfolio werde Apple seinen Kunden mit Hilfe des Online-Diensts die Möglichkeit geben, Musik, Fotos und Videos auf Apples Servern zu speichern und über die Internet-Verbindung ihres iOS-Geräts zu streamen.

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