Protegon SOS App: Notruf auf Knopfdruck

Marie van Renswoude-Giersch
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Mit der neuen SOS App von Protegon lässt sich in einer Gefahrensituation schnell ein Notruf senden. Dabei werden der eigene Standort und auch ein Foto an eine zertifizierte Sicherheitszentrale geleitet. Dieser informiert dann gegebenenfalls Polizei, Feuerwehr oder private Sicherheitsunternehmen. Für den 24-Stunden-Überwachungsservice zahlt man monatlich ab 3,49 Euro.

Die Protegon SOS App* ist sowohl für medizinische Notfälle als auch für andere Gefahrensituationen gedacht. In beiden Fällen startet man die App und drückt den jeweiligen Knopf. Benötigt man medizinische Hilfe, drückt man den roten Knopf. Befindet man sich in einer Gefahrenlage und fühlt sich beispielsweise bedroht, drückt man den blauen Knopf. Durch den Alarm benachrichtigt man eine VdS-zertifizierte Sicherheitszentrale, die gegebenenfalls einen Rettungseinsatz durch private Sicherheitskräfte einleitet oder Polizei, Feuerwehr oder Notarzt informiert. Dabei teilt man der Sicherheitszentrale automatisch seinen Standort über GPS, WLAN oder Mobilfunknetz mit. Über die Tracking-Funktion kann der Standort bis zu 60 Minuten lang im Sekundentakt aktualisiert und bis auf 5 Meter genau präzisiert werden. Auch ein Foto wird beim Drücken des SOS Buttons automatisch geschossen und mitgesendet. Das kann einerseits abschreckend wirken und soll der Sicherheitszentrale einen besseren Einblick in die Situation geben.

Die SOS App kann zunächst kostenlos getestet werden. Dabei lässt sich ein Notruf simulieren, ohne dass eine Sicherheitszentrale benachrichtigt wird. Stattdessen bekommt man alle gesammelten Informationen per E-Mail mitgeteilt. Im Test erkannte die App Gerätenamen und -modell, Datum und genaue Uhrzeit, wann der Notruf gesendet wurde, und zu wieviel Prozent der Akku zu diesem Zeitpunkt aufgeladen war. Weiterhin wurde in der E-Mail angegeben, welche Taste den Alarm ausgelöst hat. Angehängt wurden sowohl das mit der App erstellte Foto als auch ein Kartenausschnitt mit dem ermittelten Standort. Die angegebene Adresse beziehungsweise die Koordinaten stimmten im Test nicht ganz überein, würden in einem echten Notfall allerdings über das Tracking noch angepasst werden.

Möchte man die SOS App richtig nutzen, muss man über In-App-Kauf zunächst auf die 1,59 Euro teure Vollversion umsteigen und ein Kundenkonto anlegen. Hier können für den Notfall auch wichtige Daten gespeichert werden, beispielsweise welche Blutgruppe man hat, welche Medikamente man einnimmt oder ob Krankheiten, Allergien oder Unverträglichkeiten bestehen. Zudem kann man hier angeben, ob im Notfall eine bestimmte Person benachrichtigt werden soll. Nun muss noch ein Sicherheitsservice abgeschlossen werden, für den Protegon einen monatlichen Betrag berechnet. Je nach Vertragslaufzeit zahlt man 3,49 bis 4,99 Euro im Monat. Falls es zu Notfall-Einsätzen von privaten Sicherheitskräften kommt, können zusätzliche Kosten entstehen. Diese richten sich nach dem Leistungskatalog der jeweiligen Einsatzkraft, Dauer des Einsatzes und Tageszeit.

Der Dienst wird von der Protegon GmbH angeboten, die sich selbst als Spezialist für internetgestützte Sicherheitsdienste bezeichnet. Die angeschlossene Sicherheitszentrale gehört zur ibs Installations-, Bewachungs- und Sicherheitstechnik GmbH. ibs ist ein VdS-zertifiziertes Wach- und Sicherheitsunternehmen. Die SOS App ist sowohl für iOS (iPhone 3G/3GS/4, iPod touch und iPad) als auch für Google Android Geräte (mind. 2.1) verfügbar.

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