Materialkosten für Verizon-iPhone 4 angeblich niedriger als für GSM-Modell

Florian Matthey
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Nach der Vorstellung des Verizon-iPhone 4 hieß es, die Herstellung sei etwas teurer als die des herkömmlichen GSM-Modells. Den Marktforschern von iSuppli zufolge ist allerdings das Gegenteil der Fall: Mit 171,35 US-Dollar lägen die Materialkosten rund 16 Dollar unter denen des GSM-iPhone 4. Ein verändertes Design ermögliche diese Kostensenkung. iSupplis Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Einen wichtigen Einsparungsfaktor sieht iSuppli im neuen Mobilfunkchip. So sei das Modell MDM6600 von Qualcomm nicht nur theoretisch in der Lage, in CDMA- und GSM-Netzen zu arbeiten. Er mache auch den GPS-Chip überflüssig, der bisher von Broadcom stammte: Der neue Chip habe die GPS-Hardware schon mit eingebaut. Auch habe Apple einen neuen WLAN-/Bluetooth-Chip von Murata eingebaut, der den gleichen Funktionsumfang wie das Broadcom-Modell biete, aber deutlich kleiner sei. Das habe Apple ein effizienteres Design ermöglicht.

Die reinen Materialkosten lägen somit bei 171,35 Dollar, für das GSM-iPhone 4 hatte iSuppli 187,51 Dollar errechnet. Die Kosten für die Montage sieht iSuppli bei 7,10 Dollar.

Zu beachten ist allerdings, dass iSuppli nicht die Kosten für Entwicklung, Marketing, Patentlizenzen oder Transport berücksichtigt. Die Kosten für das GSM-iPhone 4 hatten die Marktforscher schon letzten Sommer ermittelt – möglicherweise kosten die Komponenten heute weniger. Auch hatte Apples Finanzchef Peter Oppenheimer seinerzeit Investoren dazu geraten, “diesen Berichten von Dritten nicht viel Glauben zu schenken”.

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