Ex-Apple-Berater kritisiert Apple für “S”-Namensgebung bei iPhones

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Schlägt Apple in Sachen Produktbezeichnungen einen falschen Weg ein? Ein ehemaliger Apple-Branding-Berater hält die Bezeichnungen “iPhone 3GS“, “iPhone 4S” und “iPhone 5S” für einen Fehler.

Ex-Apple-Berater kritisiert Apple für “S”-Namensgebung bei iPhones

Ken Segall hält die Produktbezeichnungen der iPhones in den letzten Jahren für wenig geschickt. Segall ist ein Markennamen-Berater, der einst für Apples langjährige Werbeagentur TBWA/Chiat/Day arbeitete und dort unter anderem mitverantwortlich für den Namen “iMac” und die “Think different”-Kampagne war. Später beriet er Apple weiterhin bezüglich der Bezeichnung der Produkte.

In einem Blog-Eintrag fragt er sich, warum Apple nicht einen simpleren Weg bezüglich der Bezeichnung seines beliebtesten Produkts – dem iPhone – einschlägt. Immerhin hatte sich eine solche Entwicklung angedeutet, als Apple das dritte iPad einfach “das neue iPad” statt “iPad 3″ nannte.

Viele erwarteten, dass die sechste iPhone-Generation dann den Namen “das neue iPhone” tragen würde, was auch zu anderen Apple-Produkten gepasst hätte. Immerhin heißen die einzelnen Mac-Modelle seit langer Zeit einfach “iMac“, “MacBook Pro“, “MacBook Air” – und so weiter -, ohne dass Apple einen Zusatz anhängt. Es kam jedoch anders; das letztjährige iPhone-Modell trägt den Namen “iPhone 5“.

Für dieses Jahr erwartet die Gerüchteküche ein iPhone, das sich in Sachen Design vom iPhone 5 kaum unterscheiden wird. Angesichts der Bezeichnung der letzten Jahre dürfte das Gerät dann “iPhone 5S” heißen – so wie das iPhone 4S und iPhone 3GS neue Geräte mit dem äußerlichen Erscheinungsbild des iPhone 4 und des iPhone 3G waren.

Diese Bezeichnung hält Segall nicht für sonderlich geschickt: Sie suggeriere, dass es sich nicht wirklich um ein neues Gerät handle. Tatsächlich erntete Apple nach der Präsentation des iPhone 4S viele negative Kommentare; es hieß, mit dem neuen Modell habe Apple “enttäuscht”. Viele hatten zuvor ein “iPhone 5″ erwartet und hielten das neue Gerät nicht für ein wirklich neues Modell, obwohl sich in Sachen Hardware doch einiges getan hatte.

Segall glaubt, dass die Bezeichnung mit dem Fall vergleichbar wäre, dass ein Unternehmen ein 2013er-Modell eines Autos nicht als “Modell 2013″, sondern als “Modell 2012S” bewirbt. Wenn ein iPhone aber ein wirklich neues Modell sei, dann verdiene es auch einen anderen Namen – es sei denn, Apple schlage den oben genannten Weg ein, überhaupt von einer unterschiedlichen Bezeichnung für verschiedene Generationen abzusehen.

Segalls Kritik mag berechtigt sein, allerdings scheint die Bezeichnung Apple in den letzten Jahren nicht so sehr geschadet zu haben – das iPhone 4S verkaufte sich seinerzeit deutlich besser als sein Vorgängermodell. Allerdings könnte man argumentieren, dass die Verkaufszahlen noch höher hätten ausfallen können, wenn mehr Kunden das Gerät als wirklich neues Modell – als als “iPhone 5″ oder “neues iPhone” – gesehen hätten.

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Weitere Themen: iPhone 3GS, iPhone 5s, iTunes für Mac, Apple


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