App-Entwicklung mit Baukastensystem

Marie van Renswoude-Giersch
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Viele verschiedene Wege führen zur eigenen App. Wer möglichst schnell, unkompliziert und vor allem günstig ans Ziel kommen möchte, der kann auf sogenannte App-Baukästen zurückgreifen. Einen solchen bietet der Dienstleister Milosys an, mit dem unsere Kollegen von Sparwelt.de für ihre neue App zusammengearbeitet haben. Die App zeigt, was mit einem Baukastensystem alles machbar ist.

Mit ihrer App wollen die Kollegen natürlich in erster Linie die Angebote ihres Schnäppchenportals auch auf das iPhone bringen. So berichtet Daniel Engelbarts von Sparwelt.de: “Einen riesigen Funktionsumfang sollte unsere App nicht bieten, deshalb haben wir nach einer möglichst einfachen und preisgünstigen Lösung gesucht, um unsere Inhalte ins App-Format zu bekommen. Dabei sind wir auf das Baukastensystem von Milosys gestoßen, das für unsere Zwecke vollkommen ausreichend schien.”

Während man schon bei der Entwicklung einer simplen Anwendung normalerweise mit durchschnittlichen Kosten von mindestens 16.500 Euro rechnen muss, können Baukastensysteme, wie das von Milosys oder der Firma Glanzkinder, die Kosten erheblich minimieren. Die Systeme stellen fertige Module bereit, wie sie häufig für Apps verwendet werden. Das wären zum Beispiel eine Startseite mit Navigation, Infoseiten, Bildergalerien oder auch Video-Player. Die Module lassen sich mit relativ wenig Aufwand, und dadurch kostengünstig, zusammenstellen und im Design anpassen. Bisher geschieht diese Zusammenstellung bei Milosys noch vollständig durch den Dienstleister selbst. In Zukunft soll das Prinzip noch weiter vereinfacht werden. Der Kunde kann seine App dann selbst konfigurieren und gestalten. Entwicklerkenntnisse braucht es dafür nicht. Das Konzept wird anschließend abgeschickt und Milosys übernimmt die Fertigstellung und das Einreichen der App in den App Store. Eine einfache Anwendung mit Startseite, Infoseiten und zwei zusätzlichen Modulen ist damit schon zu einem Preis von 500 Euro machbar.

Dass immer mehr Firmen auf solche Modulsysteme setzen, um schnell und kostengünstig an eine Firmenpräsentation in App-Form zu kommen, wurde in der Vergangenheit auch kritisiert. Apple soll die Einreichung entsprechender, meist funktionsarmer Apps in den Store sogar vermehrt abgelehnt haben. Die Anbieter haben reagiert und statten ihre Baukastensysteme mit immer mehr Funktionalitäten aus.

Die Sparwelt-App hat an Extra-Funktionen unter anderem einen Barcode-Scanner integriert. Mit dem Scanner kann der Nutzer auch beim Einkauf im Laden schnell die Preise mit denen im Internet vergleichen. Weiterhin gibt es die Funktion “In der Nähe”, die auf den aktuellen Standort des Nutzers zugreift und ihm dadurch aktuelle Deals in der näheren Umgebung anzeigen kann. Die Push-Benachrichtigung ist vom Nutzer individuell einstellbar, hier lässt sich sogar eine Nachtruhe einstellen. Mit dem Ergebnis sind die Kollegen durchaus zufrieden: “Eine App, die lediglich unsere Startseite im Mini-Format darstellt, das war uns dann doch zu wenig. Das hätten wir auch mit einer Web-App machen können. Mit den integrierten Funktionen, wie dem Barcode-Scanner, erhalten iPhone-Nutzer jedoch einen zusätzlichen Service.”

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, der kann die App jetzt installieren und testen. Wer sie danach noch mit einer kurzen Rezension im Store bewertet, der kann im Rahmen eines Gewinnspiels bis zum 13. November eines von vier SIM-Lock-freien iPhone 4S gewinnen. Dafür muss man sich kostenlos bei der Sparwelt anmelden und seinen iTunes-Benutzernamen hier eintragen.

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