Apple Event Zusammenfassung: iPhone 4S mit Sprachassistent und neue iPods – 4. Oktober 2011

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Auf dem heutigen iPhone-Event hat Apple unter anderem ein neues iPhone mit A5 Prozessor und 8-Megapixel-Kamera vorgestellt. Das iPhone 4S beinhaltet zudem einen intelligenten Sprachassistent, der auf Fragen des Anwenders antwortet. Kleinere Updates gab es bei iPod nano und iPod touch. Entgegen einiger Gerüchte im Vorfeld der Keynote war Steve Jobs nicht vor Ort.

Nicht Steve Jobs, sondern Apples neuer CEO Tim Cook betrat wenige Sekunden nach 19 Uhr hiesiger Zeit die Bühne in der so genannten Town Hall. Dort seien, so Cook, schon Apples erster iPod und das Macbook Air vorgestellt worden. Das Versprechen für die heutige Keynote: kombinierte Innovation im Bereich Software und Hardware.

Zahlenspiele

Apple kann auf ein Erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Seit Juli dieses Jahres ist Apples neues Betriebssystem OS X Lion auf dem Markt. Gegenüber Snow Leopard habe man im gleichen Zeitraum 80 Prozent mehr OS X Lion-Kopien verkauft. Der Mac sei im Verlgeich zum Vorjahr um 23 Prozent gewachsen – der PC dagegen nur vier. Mittlerweile zählt Apple 58 Millionen Mac-Anwender und kann 23 Prozent des Marktes für sich beanspruchen. Ein anderes Bild ergibt sich bei den iPods: Dort hat Apple ganze 78 Prozent des Marktes inne. Über 300 Millionen iPads konnte man bislang verkaufen. Auch Apples iPhone erweist sich erneut als großer Erfolg: Im Gegensatz zum Vorjahr stiegen die Verkäufe des Smartphones um 125 Prozent. Am gesamten Mobilfunk-Markt hält Apple allerdings nur einen Anteil von fünf Prozent.

iOS 5

Apple hatte iOS 5 bereits auf seiner Entwicklerkonferenz im Sommer angekündigt. Neu ist unter anderem eine von Apple entwickelte App namens Cards, zu Deutsch Karten. Damit können Anwender beispielsweise Grußkarten gestalten. Apple druckt diese aus und verschickt sie. Der Dienst soll ab dem 12. Oktober zumindest für US-Amerikaner verfügbar sein. Sie können Karten für 2,99 US-Dollar US-weit und weltweit für 4,99 Dollar versenden. Preise und Verfügbarkeit hierzulande sind noch unklar.

Bekannte Funktionen und Neuerungen in iOS 5 sind die Twitter-Integration, eine einheitliche Benutzeroberfläche für Benachrichtigungen, ein iMessage-Nachrichtendienst für iOS-Anwender sowie ein Zeitungskiosk, der verfügbare Magazin- und Zeitungsabonnements auf iOS-Geräten bereitstellt.

Auf Kundenwünsche hat Apple bei der Kamera-App reagiert. Bilder lassen sich nun auch direkt vom Lockscreen aus aufnehmen. Der Lauter-Button am Gehäuse des iPhones dient nun als Auslöser.

iOS soll ab dem 12. Oktober verfügbar sein und ist mit Apples iPhone 4, dem iPhone 3GS, beiden iPad-Generationen sowie den iPod touch-Geräten der dritten und vierten Generation verfügbar. Weitere Informationen zu iOS 5 gibt es auf macnews.de.

iCloud

iCloud ist Apples hauseigener und kostenloser Cloud Computing-Webdienst. Dieser hält alle iOS-Geräte, aber auch Macs auf dem neusten Stand. Neu ist eine Funktion namens Find my Friends. Diese informiert den Anwender mittels Google-Maps-Daten über die aktuelle Position seiner Freunde. Voraussetzung ist, dass diese zuvor eingewilligt haben, ihre Position freizugeben und mit befreundeten Anwendern zu teilen. Für eine einmalige, zeitlich begrenzte Ermittlung des Standpunkts anderer Personen lassen sich Einladungen zum Teilen der Geodaten versenden.

Veröffentlichungstermin für die iCloud ist der 12. Oktober – vorerst aber nur in den USA. Weitere Informationen zu Apples iCloud gibt es auf macnews.de.

iPods

Apples iPod nano bleibt in seiner Form unverändert. Neuerungen gibt es in der Software. Größere Icons sollen das Navigieren auf dem Touchscreen erleichtern. 16 neue Uhren-Designs fügt Apple für all diejenigen hinzu, die Apples Musik-Player als Armbanduhr verwenden. Im Apple Online Store kostet das 8-Gigabyte-Modell 129 Euro*, das größere 16-Gigabyte-Modell 149 Euro*. Beide Varianten sind in jeweils sieben Farben verfügbar.

Eher stiefmütterlich behandelt Apple den iPod touch. Weiterhin gibt es das Gerät mit 8, 32 und 64 Gigabyte Speicher, zwei Kameras und Retina-Display. Neu ist allerdings, dass Apple den iPod touch nun auch in weiß anbietet. Im Apple Online Store kosten die Geräte 189 Euro*, 289 Euro* beziehungsweise 389 Euro*.

Keine Neuerungen gab es beim iPod shuffle. Weiterhin gibt es ihn mit zwei Gigabyte Speicher in vier Farben für 49 Euro*. Der iPod classic kam nochmal mit einem blauen Auge davon.

iPhone 4S: A5-Prozessor, Zweikern-Grafik und Sprachassistent

Äußerlich hat sich am neuen iPhone nicht viel getan. Unter der Haube dafür umso mehr. Im Innern arbeiten nunmehr Apples mobiler A5-Prozessor mit zwei Kernen sowie ein Zweikern-Grafikchip. Letzterer soll im Vergleich zum iPhone 4 für eine 7-fache Grafikleistung sorgen. Das gesamte System soll nun doppelt so schnell sein wie bisher. Die Akkulaufzeit hat sich gegenüber dem iPhone allerdings nicht verschlechtert. Auch die Kamera des iPhone 4S hat sich verbessert: Sie nimmt Bilder nun mit acht Megapixeln und deutlich schneller als zuvor auf. Videos lassen sich nun in 1080p-Qualität und Bild-Stabilisierung aufnehmen.

Ab dem 28. Oktober soll Apples iPhone 4S in Deutschland mit 16, 32 und 64 Gigabyte Speicherplatz verfügbar sein. Ohne Vertrag kostet das “kleinste” iPhone 4S mit 16-Gigabyte-Speicher 630 Euro.

Das iPhone 4S kann jetzt auch bei der Deutschen Telekom*, bei o2* und bei Vodafone* vorbestellt werden.

Siri: Der Anwender fragt, das iPhone antwortet

So manches Gerücht hat es bereits prophezeit: Apple integriert im iPhone 4S einen intelligenten Sprachassistenten, der auf die Fragen des Anwenders antwortet. Möglich sind beispielsweise Fragen zur Uhrzeit, zum Wetterbericht, aber auch zu verfügbaren Restaurants und Hotels. Auch seinen Wecker muss man künftig nicht mehr manuell konfigurieren: Es genügt, dem Gerät den entsprechenden Tag und die gewünschte Uhrzeit mitzuteilen.

Der Siri-Assistent kann zudem Textnachrichten vorlesen und darauf antworten, indem man ihm den Text beispielsweise mithilfe eines Headsets mitteilt. Texte und Nachrichten lassen sich nun systemweit diktieren – eine entsprechende Schaltfläche integriert Apple in der Software-Tastatur. Nahezu alle Siri-Dienste sollen -zunächst in einer Beta-Phase- auch in deutscher Sprache für Anwender verfügbar sein.

 

Bilder: engadget.com

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Weitere Themen: iTunes für Mac, Apple Keynote, iPhone, Apple


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