iPhone 4S: Materialwert soll bei 137 Euro liegen

Florian Matthey
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Kommt ein neues iPhone, nimmt iSuppli es auseinander und teilt der Welt den Materialwert mit. So geschehen auch beim iPhone 4S: Das 16-Gigabyte-Modell, das Apple in Deutschland ohne Mobilfunkvertrag für 629 Euro* verkauft, soll einen Materialwert in Höhe von 188 US-Dollar haben – rund 137 Euro. Unberücksichtigt bleiben aber weitere Kostenfaktoren wie der für die Produktentwicklung.

Investoren dürften sich über diese Zahl freuen: Sie zeigt, dass Apple den Materialwert trotz vieler neuer Komponenten ähnlich niedrig wie beim Vorgängermodell halten konnte. Für das GSM-iPhone 4 hatte iSuppli seinerzeit 187,51 Dollar, für das im Januar 2011 erschienene CDMA-iPhone 4 einen Materialwert in Höhe von 171,35 Dollar errechnet.

Dabei bringt das iPhone 4S im Innern einige Neuerungen. Der NAND-Flash-Speicher soll nun auch von dem Hersteller Hynx Semiconductor, in manchen Exemplaren aber weiterhin von Toshiba stammen. Erwähnenswert fand iSuppli auch das Drahtlos-Modul von Avago mit integriertem Verstärker, das sowohl 2G- als auch 3G-Datenverbindungen in verschiedenen Frequenzen und sowohl für GSM- als auch für CDMA-Netze unterstützt. Das iPhone 4S ist das erste iPhone, das sowohl GSM- als auch CDMA-Verbindungen erlaubt. Apple habe durch dieses Multifunktions-Modul sowohl Kosten als auch Platz sparen können.

Die wertvollste Komponente des Apple-Smartphones ist laut iSuppli im 16-Gigabyte-Modell weiterhin das Touchscreen-Display – das Display koste 23, der Touchscreen 14 Dollar, zusammen also 37 Dollar. Im 32- und 64-Gigabyte-iPhone 4S ist hingegen der NAND-Flash-Speicher am wertvollsten: Sein Preis liegt bei 38,40 beziehungsweise 76,80 Dollar. Der Materialwert des Apple-A5-Prozessor liege bei 15, der der Kamera bei 17,60 Dollar. Die Mobilfunk-Teile kosten 23,54, die Batterie wiederum 5,90 Dollar.

Zu beachten ist allerdings, das zu den Materialkosten auch die Kosten für die Herstellung hinzukommen – iSuppli sieht diese bei 8 Dollar. Keine Berücksichtigung finden weitere Kostenfaktoren wie Entwicklung, Marketing, Patentlizenzen und Transport. Vielleicht hat Apples Finanzchef Peter Oppenheimer den Apple-Investoren auch deshalb mit Blick auf iSuppli-Zahlen eins dazu geraten, “diesen Berichten von Dritten nicht viel Glauben zu schenken”.

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