iPhone 4S: Neues Kameramodul ohne integrierten Blitz

Sebastian Trepesch
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Puzzlespielchen um das iPhone 5 (beziehungsweise iPhone 4S, wie es heißen könnte): Ein weiteres Teil ist aufgetaucht, das Indizien auf die nächste Version des Apple-Telefons liefern soll. Das Kameramodul hat keine LED, wie es bei dem iPhone 4 der Fall ist.

Keine LED im Kameramodul bedeutet nicht, Apple hat den Blitz gestrichen. Vielmehr unterstützt es die Vermutungen, dass die LED weiter von der Linse entfernt ist. Erst am Wochenende wurde von einer iPhone-Hülle berichtet, die auf der Rückseite eine zusätzliche Aussparung hat – wohl für einen versetzten Blitz.

Die chinesische Webseite Apple.pro hat die Infos per Mail zugespielt bekommen und das Foto der Module von iPhone 4 und Nachfolger veröffentlicht. Dieses Portal hat übrigens schon den kleinen Touchscreen für den iPod nano entdeckt, wie Appleinsider erinnert. Dies war damals eine recht unglaubwürdige Information, die sich als wahr herausgestellt hat.

Das kleine Teilchen für das iPhone ist weit weniger spektakulär, aber für die vielen Gerüchte-Interessierten durchaus von Bedeutung. Hinter dem Informations-Puzzle am iPhone 4S beziehungsweise iPhone 5 verbirgt sich aktuell die Frage, ob Apple 2011 ein neues Handy herausbringt, oder nur kleine Modifikationen am aktuellen Modell durchführt. Schon die beiden Namensvarianten deuten auf diese “Diskussion” hin.

Aktuell erscheint ein kleines Update des iPhone 4 wahrscheinlicher. Warum könnte sich Apple bei den Verbesserungen die Kamera vornehmen? Beim weißen iPhone 4 gab es technische Probleme mit dem Blitz, wahrscheinlich verursacht durch die Nähe von Linse und LED in Verbindung mit dem lichtdurchlässigeren Material im Vergleich zum schwarzen iPhone. Eine größere Distanz zwischen den beiden Komponenten hilft demnach einerseits im entwicklungstechnischen Bereich. Andererseits könnte es die Bildqualität verbessern – wenngleich dieses Argument bei den geringen Abmessungen nur marginal ausfallen dürfte. Ist nämlich die Lichtquelle weiter vom Objektiv entfernt (bei Spiegelreflexkameras mit aufgesetztem Blitz 15 bis 20 Zentimeter), ergibt das einen besseren Bildeindruck und vermeidet rote Augen – ohne Vorblitz oder Software-Lösung. Rote Augen wird es bei 4 bis 5 Zentimetern Abstand weiterhin geben.

Bereits am Wochenende äußerte sich ein Analyst, dass die Kameraqualität für das zukünftige iPhone weiter verbessert werden soll. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Schließlich wird schon das iPhone 4 für seine Optik gelobt, die Kamera des neueren iPad 2 dagegen liegt auf einem extrem niedrigen Qualitätslevel.

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