iPhone-Ladegerät: Überraschend viel Technik auf kleinem Raum

Florian Matthey

Apple ist bekannt dafür, sich beim Produktdesign auch um das kleinste Detail zu kümmern. Ein Blogger hat sich nun das aktuelle iPhone-Ladegerät genauer angesehen – und festgestellt, dass sich Apple mehr um Sicherheit und störungsfreien Betrieb kümmert als andere.

iPhone-Ladegerät: Überraschend viel Technik auf kleinem Raum

Ken Shirriff hat das Innenleben des iPhone-Ladegeräts mit denen anderer Smartphone-Hersteller wie Samsung verglichen. Zum einen falle auf, dass Apple die Stecker besonders stabil integriert hat: Durch eine zusätzliche Metallverbindung bestehe eine deutlich geringere Gefahr, dass sich diese beispielsweise aufgrund von Hitzeentwicklung aus dem Gehäuse lösen könnten. Eben eine solche – wenn auch geringe – Gefahr bestand beim Ladegerät des iPhone 3G.

Hinzu komme ein komplexes System, das ein Abschalten des Netzgeräts bei Überhitzung oder zu hoher Spannung ermögliche. Darüber hinaus habe sich Apple darum gekümmert, elektromagnetische Störungen so weit wie möglich zu vermeiden – wahrscheinlich, um eine Beeinflussung des Touchscreens zu vermeiden. Filter-Vorrichtungen, die sich sonst eigentlich nur in Netzgeräten für Audio-Hardware finden lassen, scheinen wiederum ein Brummen beim Abspielen von Musik zu verhindern.

Bemerkenswert sei, dass Apple all diese Technik auf extrem kleinen Raum untergebracht habe. Ein Großteil befinde sich auf einer Leiterplatte, deren Flächer kleiner als der einer 25-US-Cent-Münze ist.

Der Gedanke liegt nahe, dass die zusätzliche Technik den vergleichsweise hohen Preis des Netzgerätes rechtfertigt – der * kostet separat 29 Euro beziehungsweise 29 Dollar in den USA. Sherriff glaubt, dass die Komponenten im Adapter selbst allerdings nur rund einen Dollar mehr kosten, als die eines Samsung-Netzgeräts – das es schon für unter 10 Dollar gibt. Der Apple-Kunde zahlt also doch auch zusätzlich für die Marke, wobei natürlich auch die Entwicklungskosten zu berücksichtigen sind.

Zu beachten ist, dass das von Shirriff auseinander genommene US-Netzgerät anders aussieht als das von Apple in Europa verkaufte Modell. Die Komponenten im Inneren dürften allerdings ähnlich sein.

Bild: Ken Shirriff

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