Kameratest: iPhone 4S gegen HTC Radar

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Mein Kollege hat zur Zeit ein Windows Phone für einen Test im Büro, das HTC Radar. Ein paar Minütchen an der frischen Luft dachten wir uns, wir können doch gleich ein paar Vergleichsfotos schießen. Er mit dem HTC, ich mit dem iPhone 4S. Eigentlich ein ungleicher Kampf, denn mein Smartphone kostet fast das doppelte. Siegt das iPhone 4S auch so überlegen, oder wird der Vergleich eine Blamage?

Das iPhone 4S kostet ab 629 Euro, das mit dem Betriebssystem Windows Phone 7.5 rund 350 Euro. Der Preisunterschied kann, muss sich aber nicht auf einen Unterschied in der Kameraqualität auswirken. Vielleicht hat HTC ja an anderer Stelle gespart.

Um zumindest einen kurzen Überblick zu geben: Das HTC Radar hat einen Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz (iPhone 4S: 1GHz Dual Core), Display-Auflösung von 800 x 480 (Apple Retina: 960 x 640 Pixel), Speicher von 8 GB (16 GB), kein Gyroskop, keinen Kompass, kein Siri und so weiter.

Die Kamera hat 5 Megapixel (für ein Smartphone völlig ausreichend!), die des iPhone 4S 8. Das sagt allerdings nicht allzu viel über die Bildqualität aus. Deshalb nun endlich ein paar Testbilder:

Oben das HTC Radar, darunter das iPhone. Sofort wird deutlich: das Smartphone auf Windows-Basis hat ein deutlich größeres Weitwinkel. Die Herbstfarben wirken auf dem Apple-Gerät deutlich gefälliger. In Natura waren die Farben nicht ganz so satt wie in dieser HDR-Aufnahme.

Beide Bilder sind in Ordnung. Ein großer Unterschied wird aber bei einem 100-Prozent-Ausschnitt sichtbar (HTC wieder oben, iPhone darunter):

Bei dem Radar wirkt die Auflösung deutlich weniger detailliert, andererseits die Scharfzeichung viel zu übertrieben. Bei Apple ist trotz der guten Lichtverhältnisse ein leichtes Bildrauschen im Himmel zu erkennen, der Ausschnitt kann jedoch mit dem von Kompaktkameras gewohnten mithalten.

Noch ein Bild im dunklen Schatten (Radar oben, iPhone darunter, für größere Ansicht 2x hintereinander auf das Bild klicken):

Der digitale Zoom ist ganz generell keine gute Wahl, wir haben es trotzdem probiert:

Das iPhone (unten) liefert in Bildschirmauflösung noch eine ganz ordentliche Qualität, bei dem Radar kommen massiv die Schwächen zu Tage. Allerdings mussten wir hier näher heranzoomen, da das Objektiv ja weitwinkliger ist. Makro-Aufnahmen gelingen übrigens trotzdem ganz gut mit dem HTC.

Bei manchen Motiven kann das größere Weitwinkel des Radar (oben) aber gegenüber dem iPhone 4S (darunter) punkten:

Mit der HDR-Funktion des iPhone werden die ausgefressenen Lichter im Hintergrund weitgehend vermieden:

Fazit:

Die Detailzeichnung der iPhone 4S-Bilder ist gegenüber den Fotos des HTC Radar wesentlich besser, der leicht wärmere Farbton und stärkere Sättigung tut den Bildern gut und ist nicht so übertrieben.

Das HTC hat einen eigenen Auslöser für die Kamera, doch seit iOS 5 ist die iPhone-Kamera ebenfalls sehr gut zugänglich. Wenngleich das HTC besser in der Hand liegt, ist das eckige iPhone in Fotografierhaltung sogar besser.

Zum Thema: Das iPhone 4S im Vergleich mit einer guten Kompaktkamera.

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Weitere Themen: iPhone, Apple

Test


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