A6: Apple hat Chip selbst designt – schneller als Quad-Core-Chips

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Anders als das neue iPad verfügt das iPhone 5 mit dem Apple A6 über einen komplett neuen Prozessor. Ersten Analysen zufolge scheint Apple diesen erstmals komplett selbst entwickelt zu haben. Der Chip arbeitet mit einem Gigahertz und zwei Kernen, scheint aber doch schneller zu sein als Vierkern-Chips in Konkurrenzgeräten.

A6: Apple hat Chip selbst designt – schneller als Quad-Core-Chips

Bei der Präsentation des iPhone 5 erklärte Apple lediglich, dass das neue Gerät mit einem Prozessor namens Apple A6 arbeite, dessen Hauptprozessor- und GPU-Leistung doppelt so hoch sei wie die des Vorgängers Apple A5 im iPhone 4S. Weitere Details wollte das Unternehmen jedoch nicht verraten. Allerdings zeigte Apple eine Illustration des Chips, auf der sich die Aufschrift klar erkennen ließ.

Aus der Typbezeichnung K3PE7E700F-XGC2 konnte der Elektronik-Experte Anand Lal Shimpi von AnandTech schon einmal herauslesen, dass Apple den Chip weiterhin von Samsung produzieren lässt – und dass das iPhone 5 über ein Gigabyte Arbeitsspeicher verfügt, der mit 1066 Megahertz arbeitet.

Noch interessanter ist aber eine weitere Entdeckung, die Shimpi machen konnte: Anhand von Hinweisen in Apples Entwickler-Tool Xcode 4.5 konnte er erkennen, dass der Apple A6 erstmals nicht auf einem von ARM selbst entwickelten Prozessor basiert – zuvor hatte Shimpi selbst gemutmaßt, dass der neue ARM Cortex A15 die Basis sein könnte, auf der Apple aufbaut. Apple ist jedoch eines der Unternehmen, die über eine so weitreichende ARM-Lizenz verfügen, dass sie einen eigenen, auf ARMs Grund-Architektur aufbauenden Chip entwickeln können. Das habe Apple mit dem A6 jetzt erstmals in die Tat umgesetzt.

Der Grund, so Shimpi, dürfte die Tatsache sein, dass der leistungsfähige ARM Cortex A15 nicht wirklich den Apple-Anforderungen entspreche: Zwar sei dieser Chip sehr leistungsfähig, allerdings habe ARM ihn zunächst für den Einsatz in einem Server entwickelt und dann für Smartphones angepasst. Apple wünsche sich aber einen besonders niedrigen Stromverbrauch, also mehr Leistungseffizienz.

Genau diese scheint das Unternehmen mit dem A6 auch erreicht zu haben – denn ersten Benchmark-Tests zufolge ist der Chip in der Tat sehr leistungsfähig. Bei Geekbench (via 9 to 5 Mac) sind erste iPhone-5-Testergebnisse aufgetaucht, die unter anderem verraten, dass es sich um einen Dual-Core-Prozessor handelt. Mit 1601 Punkten erreicht der Prozessor einen Wert, der mehr als doppelt so hoch liegt wie die 791 Punkte, die ein iPad der dritten Generation erreichte. Apples neuer Chip erreichte aber auch ein paar Punkte mehr als die Quad-Core-Chips im Nexus 7 (1591 Punkte) oder im Samsung Galaxy S III (1560 Punkte).

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