Ein iPhone 5 zum fünften Geburtstag des iPhone

Ralf Bindel

Vor fünf Jahren erschien das erste Apple iPhone in der Hand von Steve Jobs. Erst verspottetet wegen mangelhafter Ausstattung, dann geliebt wegen des revolutionären Bedienkonzepts hat sich das iPhone zum Dauerbegleiter gemausert. Wir feiern den fünften Geburtstag mit einem neuen Ultraschallbild des iPhone 5.

Ein iPhone 5 zum fünften Geburtstag des iPhone

Kinder, wie die Zeit vergeht. Jetzt sind es schon fünf Jahre. Herzlichen Glückwunsch, iPhone. Wer hätte damals gedacht, dass Du einmal so groß werden würdest – und so schnell. Dein Vater war sichtbar stolz bei Deiner Geburt und zeigte Dich überall herum, Blitzlichtgewitter prasselte auf Dich ein – und viele dachten schon, der großen Aufmerksamkeit könntest Du nicht gerecht werden.

Schließlich gab es bereits diese so genannten Smartphones, kleine Taschencomputer, mit denen wir alles machen konnten, wie mit den Palms. Mails schreiben, zeichnen, surfen, fotografieren, Einkaufslisten führen, sich navigieren lassen. Doch mit Deiner Geburt sollte alles anders werden.

Ich erinnere mich an den Eindruck, als ich Dich das erste Mal hielt: Du fühltest Dich gut an, passtest gut in meine Hand und warst wie ein Zwilling zu Deinem für mich älteren Bruder, dem iPod touch. Ihn hatte ich eher als Dich, weil Du erst später hier in Deutschland zu haben warst. Genau wie er warst Du robust und brauchtest keine Sonderbehandlung. Erstaunt war ich, dass Dich alle halten und haben wollten, wo Du doch eigentlich nichts besonderes warst. Ein iPod mit Telefonfunktion.

Damals hattest Du längst nicht das, was Deine Nachfolger mitbrachten. Keine Apps, kein UMTS, kein GPS, eine schwache Kamera. Doch noch heute funktionierst Du für mich genauso. Und inzwischen nutze ich Dich meist mit einem Feedreader, diversen Zeitungs-Apps, einem Instant-Messenger und ‘ner Twitter-App – und Safari.

Keine Frage, Du bist schuld, dass das Internet in meine Hosentasche passt. Du bist das Lieblingsspielzeug meiner Frau und vieler meiner Freunde, die sich inzwischen eigene iPhones angeschafft haben. Für mich bist Du immer noch das schönste Modell, ich hänge an Dir. Sicher, Deine jüngeren Brüder haben von Dir gelernt und können mehr. Aber das, was uns miteinander verbindet, ist etwas Besonderes.

Außerdem hast Du ja auch immer wieder etwas Neues zu bieten, dank der Apps. Klar hast Du auch Nachteile, nicht alles geht mit Dir und inzwischen gibt es viele Kämpfe auch Deiner älteren Brüder auf dem Smartphone-Hof mit den “Androiden“, was nicht immer ohne Verletzungen abgeht.

Die Androiden sind offener als Du, aber auch häufiger krank. Sie sind manchmal größer und strahlender und können Kunststücke, aber sie sind meist weniger gut gekleidet und ihre Einkaufsmöglichkeiten sind beschränkter. Viele von ihnen, die im gleichen Alter wie Du sind, oder auch jüngere, die erst zwei oder drei Jahre alt sind, kommen mit dem neuen System nicht mehr zurecht.

Mit Dir und Deinen Verbindungen habe ich überhaupt keine Probleme, Anschluss zu finden. Du findest Dich auf so vielen Spielplätzen und Geräten zurecht, dass es eine Freude ist. Wir haben viel Spaß, hören oft gemeinsam Musik, sehen fern oder lesen. Und Dein jüngster Bruder konnte sogar gleich bei seiner Geburt sprechen – seine dummen Antworten amüsieren die ganze Familie. Dafür muss er häufiger gepäppelt werden als Du.

Sicher, Du hast auch Nachteile. Ich muss mich kümmern, Du willst ständig gefüttert werden. Du hast Geheimnisse vor uns und telefonierst häufig mit Deinen leiblichen Eltern – oder mit wem auch immer. Das tun wahrscheinlich die meisten Smartphones, nicht nur in Deinem Alter, aber ich hätte lieber, wenn Du es mir sagst.

Deine echten Eltern wollen außerdem auch immer etwas von dem mitbekommen, was Du so treibst. Deswegen hegen sie Dich ein und lassen alles, was Du mir gibst, nur über ihre Erlaubnis funktionieren.

Klar, ich hätte mir auch ein Leben ohne Dich weiterführen können. Vielleicht wäre ich freier gewesen, sicher hätte ich weniger Verpflichtungen, nicht nur Dir gegenüber. Und natürlich kostest Du auch ordentlich. Doch jetzt fällt es mir schwer, mir ein Leben ohne Dich vorzustellen. Es ist schon sehr praktisch und bequem mit Dir und wenn schon Smartphone, dann wenigstens eines, das mir das Leben leichter macht.

Insofern bin ich Deinen leiblichen Eltern dankbar. Und dass Du in diesen Tagen schon fünf geworden bist, die Rebellenzeit längst hinter Dir hast, Deine jüngeren Brüder schon fast erwachsen auf die Welt gekommen sind, das macht die ganze Sache einfacher. Du gehörst einfach dazu.

Und in Deinem fünften Jahr – ich musste über neun Monate warten, bevor ich Dich halten konnte – habe ich die sichere Nachricht von Deinem sechsten Bruder, dem iPhone 5. Ich bin gespannt, was er bereits kann, wenn er im Sommer zur Welt kommt. Zu Deinem fünften Geburtstag habe ich hier mal wieder ein kleines Ultraschallbild von ihm, von Antonio De Rosa. Aber Du weißt ja, hinterher sieht alles ganz anders aus.

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