iPhone 5: Der neue Dock-Anschluss und das Elektroschrott-Problem

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Fürs nächste iPhone-Modell, da ist man sich in der Gerüchteküche inzwischen nahezu sicher, wird ein neuer, kleinerer Dock-Anschluss erwartet. Wie er genau aussieht, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber, dass ein neuer Port uns einen frischen Schwall Zubehör bescheren würde. Und einen Haufen Elektroschrott.

iPhone 5: Der neue Dock-Anschluss und das Elektroschrott-Problem

Seit 2003 gibt es den inzwischen allgegenwärtigen Dock-Anschluss für iPod, iPhone und iPad. Synchronisieren, Aufladen und vor allem die Verbindung mit Zubehör sind seine Hauptaufgaben. Aber was passiert, wenn plötzlich nicht mehr 30, sondern nur noch 19 oder neun oder acht Kontakte benötigt werden?

Einerseits werden alle Hersteller von Audio-Docks, Freisprechanlagen und sonstigem Zubehör, das auf den Dock-Anschluss angewiesen ist, vor Freude gleich mehrmals im Dreieck springen. Viele, die eines der neuen Geräte kaufen, werden auch bei den Accessoires neuen Boden beschreiten.

Laut John Biggs von TechCrunch werden pro Jahr zwei bis drei Milliarden US-Dollar allein mit dem Verkauf von iPod Dock-Geräten umgesetzt. Aus dem Durchschnittspreis eines solchen Docks ergeben sich über einen Zeitraum von neun Jahren ungefähr 45 Millionen Geräte, die zum Teil überflüssig würden.

Natürlich gibt es Adapter, die man nutzen könnte und viele Anwender werden das auch tun, anstatt sich sofort ein neues Audiodock anzuschaffen und das alte auf den Müll zu werfen. Für eine Reihe von Geräten und Usern wir das aber keine Option sein und so wandern vielleicht bald tonnenweise Elektroschrott in Richtung Deponie, im günstigsten Fall zum Recycling.

Arman Sadeghi von AllGreenRecycling, ein Unternehmen, das sich um diesen „eWaste“ kümmert, sieht neben dem Schwall an Zubehör, der seine Branche möglicherweise erwartet, noch ein anderes Problem: „Der Wert der Apple-Produkte mit dem alten Anschluss wird sinken, was eine große Menge dieser Geräte ins eWaste-System füttern dürfte.“ Gerade kleinere iPods und ähnliche Dinge werden schnell gegen ein neues Produkt ausgetauscht. Entweder man verkauft das Altgerät oder es landet eben auf dem Müll. „Durch diesen Effekt könnte sogar noch mehr eWaste anfallen, als nur durch die obsoleten Zubehörteile“, so Sadeghi.

Glücklicherweise ist nicht alles verloren und die Welt wird vermutlich nicht am 12. September unter einem Berg von Audiodocks und Freisprecheinrichtungen ersticken. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass ein einziges Unternehmen mit seiner Anschluss-Politik ganzen Branchen beeinflusst. Es bleibt zu hoffen, dass die hauptsächlich aus Kunststoff und Magneten hergestellten Docks, die nicht auf dem Flohmarkt landen, einer geordneten Wertstoffgewinnung zugeführt werden.

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