iPhone 5: Erste Tests preisen Apples Neuling

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Bisweilen wirkt es, als wären Apples PR-Texter inkognito als Praktikanten in Redaktionen und Blogs weltweit unterwegs. Die ersten Tests zum iPhone 5 schwirren durchs Netz und es fällt kaum ein böses Wort über das neue Apple-Smartphone. Oder liegt das einfach daran, dass es so verdammt gut ist?

iPhone 5: Erste Tests preisen Apples Neuling

Seit der Präsentation des iPhone 5 konnten einige Medienvertreter bereits mit dem Gerät herumspielen, es testen und prüfen. Heraus kamen fast durchweg positive Eindrücke, geschmälert höchstens durch Kleinigkeiten.

„Das iPhone 5 ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem iPhone 4S in beinahe jeder Hinsicht“ – so urteilt Engadget. Für den Fall, dass eine Funktion einmal nicht besser wurde, war sie auch vorher schon ein Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. „Darauf habt ihr gewartet“ – auf das bisher beste iPhone nämlich.

Das Design wird ebenso gelobt wie die Materialien und das Innere und viele Tester sind von LTE begeistert. Auch gegenüber dem direkten Vorgänger, dem iPhone 4S habe sich viel getan: „Wie die schnellere CPU und Grafik vermittelt auch LTE das Gefühl, auf nichts mehr warten zu müssen“, lobt Jim Dalrymple für The Loop.

Das Display sei gerade groß genug, es noch mit einer Hand zu bedienen und der Akku hält nicht nur lange sondern auch, was Apple verspricht. Selbst bei „normalem“ Gebrauch, inklusive Wi-Fi und Bluetooth, könne man ohne weiteres einen Tag und eine Nacht ohne Ladegerät auskommen.

Allein manche Apps, die noch nicht an die 4-Zoll-Diagonale angepasst wurden, sorgen bei gewohnten Fingerbewegungen für kurzen Verdruss. Da alle bisherigen Programme auf dem Bildschirm zentriert werden, rutschen Menüs, die eigentlich am unteren Rand angesiedelt waren, etwas nach oben.

„Ich tippe mehrmals bevor ich merke, dass ich meinen Daumen ein wenig nach oben bewegen muss“ – nun ja. Auch andere „Enttäuschungen“, wie die fehlende kabellose Induktionsladung oder NFC, werden Apple nachgesehen. Das eine sei überbewertet, das andere noch nicht verbreitet genug. „Das wohl schönste Smartphone, das je gebaut wurde“, schließt Shane Richmond für The Telegraph.

Was das neue Lightning-Dock angeht, sind sich die Tester ebenfalls einig. Zwar könne man bedauern, dass viele Zubehörteile obsolet werden, doch sei dies der Preis des Fortschritts. Lediglich die fehlende Unterstützung von USB 3.0 über den Lightning-Anschluss stößt auf Unverständnis. Bei einem Namen, der auf die schnelle Thunderbolt-Schnittstelle anspielt, dürfe man mehr erwarten, als nur USB 2.0.

Im Vergleich mit dem Galaxy S3 stellt Harry McCracken in Time fest: „Das Galaxy kann mehr, das iPhone etwas weniger, das dafür aber besser.“ Kauf- und Upgrade-Empfehlungen sprechen beinahe alle Kommentatoren aus, sogar für Besitzer eines iPhone 4S. John Gruber rät allen, die es sich leisten können, umzusteigen. Die Änderungen seien technischer Natur, aber die „Idee“ sei dieselbe geblieben.

Einzig abtrünnig stellt man bei T3 fest, dass dank iOS 6 beinahe alle Funktionen des iPhone 5 auch mit einem iPhone 4S ermöglicht würden. Im Android-Regal könne man außerdem ähnlich eindrucksvolle Geräte zu niedrigeren Preisen finden. „Es ist gut, sehr gut sogar. Aber es nicht mehr das Beste.“ Ganz anders fasst Stuart Miles von Pocket-lint seine Eindrücke zusammen: „Es ist ein Telefon, dass euch sehr gute Dienste leisten wird – bis ihr anfangt, das iPhone 6 zu begehren.“

Die vielen, teils äußerst ausführlichen Berichten lassen sich auf folgende Essenzen herunterdampfen.

Positiv:

  • + Leichter, dünner, ansprechendes Design (beibehalten vom iPhone 4S)
  • + Spürbare Leistungssteigerungen durch CPU und GPU
  • + LTE (in Deutschland nur über Anbieter Telekom verfügbar)
  • + Größeres, aber auch qualitativ optimiertes Display
  • + Gute Akkulaufzeit
  • + Neue EarPods sind bequemer

Negativ:

  • - Lightning-Schnittstelle ohne Geschwindigkeits-Vorteil
  • - Unangepasst Apps wirken fehlplatziert
  • - Hardware gegenüber Android-Geräten nicht überdurchschnittlich

Vielleicht verdeutlicht diese Liste auch ein wenig, worauf es den genannten Testern ankommt – ob bewusst oder unbewusst: Hardware scheint weniger von Interesse als Ökosystem und eine Bedienung, die sich aufs Wesentliche konzentriert. Auch wenn Benchmarks überzeugen und der Leistungssprung gegenüber Konkurrenz und Vorgänger spürbar ist – entscheidend ist und bleibt die Software und die „Idee iPhone“.

Ich bin sicher, ihr werdet uns auch ohne gesonderte Aufforderung in den Kommentaren wissen lassen, was ihr von dieser vielstimmigen Lobeshymne haltet!

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