iPhone 5: Sieht so das 4-Zoll-Display aus?

Flavio Trillo
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Das neue iPhone, ob es nun iPhone 5 heißt oder nicht, meinen Viele bereits verschwommen am Wüsten-Horizont von Kalifornien erkennen zu können. Doch was wird es vom Vorgänger unterscheiden, außer dem schnelleren Prozessor, den wir schon vom aktuellen iPad kennen? Ein größeres Display, munkelt man – und so könnte es aussehen.

iPhone 5: Sieht so das 4-Zoll-Display aus?

Aktuell verfügen das iPhone 4 und das iPhone 4S über ein 3,5-Zoll-Display mit 960 x 640 Pixeln. Die lange Seite misst etwa 7,39 cm, die kurze Seite knapp 4,93 cm. Das entspricht einem Seitenverhältnis von 3:2. Soweit, so bewährt.

Doch mit dem nächsten, dem dann „neuen“ iPhone, soll das alles anders werden. Laut lachen Besitzer anderer Smartphones mit Android-Betriebssystem schon lange über die mickrige Bildschirmdiagonale des Geräts aus Cupertino.

20 Prozent länger, 123.000 Pixel mehr

Wenn es nach der Fantasie eines Lesers von The Verge geht, könnte sich dieser Spott bald zumindest in ein müdes Lächeln wandeln. Er zeigt, wie man unter Beibehaltung einer der zwei Maße ein (nahezu) 4 Zoll in der Diagonale messendes iPhone-Display erhielte.

Die kurze Seite bliebe gleich lang. 640 Pixel, 4,93 Zentimeter. Die längere Seite wüchse auf 8,86 cm und 1.152 Pixel an. Das wären immerhin 20 Prozent mehr Länge und insgesamt 122.880 zusätzliche Pixel. Wie zufällig betrüge dadurch (Pythagoras verrät's) die Bildschirmdiagonale fast genau 4 Zoll.

Was diese Veränderungen für Folgen hätten, zeigen ein paar Mock-Ups, digital erstellte Attrappen also. Über die eigenen Apps, wie die Kontakte, Nachrichten oder den Safari-Browser, hätte Apple die volle Kontrolle und könnte sie nach Belieben auf das neue Display einstellen.

Und was ist mit den Entwicklern?

Etwas anders sähe es für Drittanbieter aus. Einige Entwickler hätten nur geringe Schwierigkeiten, ihre Anwendungen anzupassen. Facebook- oder Twitter-Apps etwa ließen sich ohne Weiteres auf neue Längenmaße trimmen.

Deutlicher Mehraufwand bedeutete diese Neuerung jedoch für die Schöpfer von Spielen oder anderen Apps mit gänzlich eigens gestalteten Bedienelementen. Sie hätten nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen ihre Programme unverändert und nehmen zwei schwarze Balken (je 96 x 640 Pixel) am Rand in Kauf.

Oder sie erstellen die Grafiken neu und legen ihren Programmdateien stets zwei komplette Sets bei. Ähnlich, wie es aktuell auch bei vielen Apps fürs iPad 2 und das neue iPad geschieht – der höheren Auflösung wegen.

Videos: Gute Verhältnisse für kleineren Rand

Eine weitere Besonderheit ergäbe sich bei der Videowiedergabe. Da die meisten Clips im Internet inzwischen im Format 16:9 vorliegen, entstehen auf dem iPhone 4/4S unschöne schwarze Ränder (je 940 x 50 Pixel) im Vollbildmodus. Wird ein solches Video vergrößert, um das Display voll auszufüllen, sorgt das wiederum für einen Beschnitt von 640 x 89 Pixeln auf jeder Seite.

Durch die neuen Maße und das Seitenverhältnis von 9:5 würden sich diese beiden Balken erheblich verkleinern. Die Folge: Eine effizientere Nutzung der zur Verfügung stehenden Bildpunkte.

Neue Taschenmaße braucht das Land

Das klingt doch alles ganz hervorragend, oder? Nicht ganz. Denn luxuriöse 0,49 Zoll zusätzliche Diagonale kosten auch wertvolle 7,25 Quadratzentimeter Platz in Hosen- oder Hemdtasche. Einer der Gründe, aus denen sich manche Käufer gegen Display-Monster wie das Galaxy Note und seine Kollegen entscheiden, ist die handliche, aber hochauflösende Darstellungsfläche des iPhone 4 und 4S.

Ob Apple also solche oder ähnliche Pläne bereits auf den Weg zu den Lieferanten geschickt hat, bleibt abzuwarten. Und zwar noch bis mindestens Mitte Juni.

Weitere Themen: iPhone 4s, iPhone 4, Apple

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