Mehr iPhone-Verkäufe über Apple Stores: Apples 50-Prozent-Ziel ist wenig realistisch

Apple will den Anteil der iPhone-Kunden, die das Apple-Smartphone in Apples eigenen Stores kaufen, erhöhen. Experten zufolge dürfte das aber selbst in den USA schwierig werden.

Mehr iPhone-Verkäufe über Apple Stores: Apples 50-Prozent-Ziel ist wenig realistisch

80 Prozent der iPhone-Kunden kaufen sich das Apple-Smartphone nicht in einem Apple Store, sondern über andere Kanäle – beispielsweise Mobilfunkbetreiber. 50 Prozent lassen ein defektes iPhone jedoch über einen Apple Store reparieren. Tim Cook soll kürzlich das Ziel vorgegeben haben, dass ebenso viele Kunden das Gerät auch in einem Apple Store erwerben – Apple also in Zukunft die Hälfte aller iPhones selbst verkaufen soll.

Um dieses Ziel zu erreichen startet Apple mehrere Kampagnen – beispielsweise sollen Apple Stores alte iPhones in Zukunft in Zahlung nehmen, zuletzt hat das Unternehmen weltweit Retail-Mitarbeiter dazu befragt, wie man das iPhone in Zukunft noch besser verkaufen könnte. Das mittelbare Ziel dieser Aktionen dürfte sein, dass sich iPhone-Kunden im Apple Store auch gleich für andere Apple-Produkte interessieren und sich Apple unabhängiger von Dritten macht.

All Things D verweist nun auf eine Expertenmeinung, der zufolge das vom Apple-CEO gesetzte Ziel vielleicht zu ambitioniert ist. Die Marktforscher von Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) glauben, dass der Einkauf im Apple Store tatsächlich dazu führen kann, dass sich Kunden stärker für andere Apple-Produkte interessieren – immerhin besäßen 52 Prozent der US-iPhone-Kunden, die das Gerät im Apple Store erwerben, auch ein iPad, immerhin 30 Prozent von ihnen auch einen Mac. Bei Kunden, die das Smartphone über Mobilfunkbetreiber erwerben, sind es hingegen nur 37 beziehungsweise 20 Prozent.

Kunden, die sich erstmals ein iPhone kaufen, besorgten sich dies sogar zu 90 Prozent über Mobilfunkbetreiber. Eine gewisse Kundenbindung scheint also durch die Apple Stores zu entstehen, wenn die Kunden denn die Stores erst einmal besuchen.

CIRP verweist aber darauf, dass es kaum möglich sein wird, in den Apple Stores noch mehr Kunden zu bedienen – die meisten Filialen seien ohnehin schon überfüllt. Apple müsste also auch die Zahl seiner Stores deutlich erhöhen, um den Anteil an iPhone-Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Wenn Apple ein neues iPhone vorstellt, seien die Stores in den darauffolgenden Wochen schon jetzt komplett ausgelastet; beispielsweise dürften sich Mitarbeiter keinen Urlaub nehmen. Apple bräuchte also noch mehr Läden und mehr Arbeitskraft – und das sei mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden als die Umsetzung bestimmter Aktionen.

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