Nano-SIM: Apple streitet sich mit Konkurrenten

Florian Matthey

Die SIM-Karte, bisher eine Notwendigkeit für jedes (GSM-)Handy, ist Apple schon seit längerem ein Dorn im Auge. Der iPhone- und iPad-Hersteller setzte mit dem ersten iPad erstmals auf die Micro-SIM und konnte so Platz im Innern des Gerätes sparen. Als nächstes soll eine noch kleinere “Nano-SIM” folgen – über die sich Apple mit seinen Mitbewerbern streitet.

Nano-SIM: Apple streitet sich mit Konkurrenten

Einem Artikel der Financial Times zufolge hat eine Gruppe, zu der Apple und wichtige europäische Mobilfunkbetreiber gehören, bereits eine noch kleinere SIM-Karte entwickelt. Die “Nano-SIM” soll dünner und um ein Drittel schmaler als die Micro-SIM sein und würde so eine noch kompaktere Bauweise für zukünftige Geräte ermöglichen.

Die anderen Handy-Hersteller wollen sich von der Apple-Gruppe allerdings keinen neuen Standard aufdrücken lassen – zumal die Gruppe die Nano-SIM offenbar Lizenzgebühren verlangen würde, sollten auch andere Hersteller auf die neue Karte setzen wollen. Aufgrund dessen streite sich Apple in diesen Tagen mit der zukünftigen Google-Tochter Motorola Mobility, Research in Motion und Nokia um die Details.

Das von der Apple-Gruppe vorgeschlagene Design würde offenbar eine SIM-”Schublade” erforderlich machen, wie sie bereits vom iPhone und iPad bekannt ist – nur so bekommt die dünne Karte genügend Schutz. Es ist nicht sehr überraschend, dass Hersteller, die bisher nicht auf eine solche Konstruktion setzen, davon weniger begeistert sind.

Wie die nächste SIM-Karten-Generation aussehen wird, bleibt also abzuwarten. Jedenfalls dürften Kunden sich dann auf noch etwas dünnere oder zumindest platzeffizienter konstruierte Geräte freuen.

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