Neues iPhone: Qualcomm-Produktionsprobleme machen Start vor Herbst unwahrscheinlich

Florian Matthey
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Nachdem das neue iPad als erstes Apple-Gerät über einen LTE-Chip verfügt, dürfte auch das nächste iPhone ein 4G-Gerät werden. Der Mobilfunk-Chip-Hersteller Qualcomm hat allerdings Probleme, 28-Nanometer-LTE-Chips in ausreichenden Stückzahlen herzustellen – was einen Verkaufsstart des neuen iPhone vor diesem Herbst unwahrscheinlich macht.

Neues iPhone: Qualcomm-Produktionsprobleme machen Start vor Herbst unwahrscheinlich

Qualcomm erklärte gegenüber Analysten, dass das Unternehmen der wachsenden Nachfrage nach 28-Nanometer-Chips aktuell nicht gerecht werden könne. Der Chip-Hersteller plane nun Investitionen, um die eigenen Kapazitäten zu erhöhen, für das laufende Jahr bedeutete die Knappheit aber ein Umsatzwachstum, das unterhalb des eigentlichen Potentials liege.

Der Qualcomm-Chip MDM9615 gilt als Kandidat fürs neue iPhone: Anders als bisherige LTE-Chips unterstütze dieser auch Sprachverbindungen, so dass Smartphone-Hersteller nur noch einen statt bisher zwei Mobilfunk-Chips in ein LTE-fähiges Gerät integrieren müssen. Das ermöglicht zusammen mit der ebenfalls platzsparenden 28-Nanometer-Fertigung ein kompaktes Design, so dass Apple diesbezüglich keine Kompromisse mehr eingehen müsste.

Wann Apple die Einführung eines neuen iPhone bisher plante, ist nicht bekannt – seitdem das iPhone 4S letztes Jahr nicht wie bis dahin üblich im Juni, sondern erst im Oktober erschien, ist unklar, welchen Termin Apple für neue iPhones in Zukunft favorisieren wird. Durch die Qualcomm-Verzögerung ist dem Analysten Gene Munster zufolge eine Veröffentlichung vor Oktober diesen Jahres allerdings sehr unwahrscheinlich geworden.

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