Smartphone-Diebstähle: New Yorker Staatsanwalt fordert Taten von Apple & Co.

In den USA mehren sich Stimmen, dass Apple und andere Smartphone-Hersteller mehr gegen Diebstähle der beliebten Geräte unternehmen sollten. Der Generalstaatsanwalt von New York hat sich jetzt in einem offenen Brief an diverse Unternehmen gewandt.

Smartphone-Diebstähle: New Yorker Staatsanwalt fordert Taten von Apple & Co.

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York, Eric Schneidermann, schrieb einen Brief an Apple, Google, Microsoft und Samsung. Von diesen Herstellern von Smartphones und Entwicklern von Smartphone-Betriebssystemen wollte er wissen, was sie für Maßnahmen zu ergreifen gedenken, um Diebstähle einzudämmen.

Bloomberg zitiert aus Schneidermanns Brief an den Apple-CEO Tim Cook: Er wolle verstehen, warum ein Unternehmen, das so fortschrittliche Mobilgeräte herstellen könne, wie es Apple mache, keine Technologie erschaffen könne, um gestohlene Geräte unbenutzbar zu machen. Gäbe es eine solche Technologie, wären iPhones für den Schwarzmarkt deutlich unattraktiver.

Schneidermann nennt zwei Extrembeispiele aus New York: Im Jahr 2012 wurde ein 26-jähriger Koch wegen seines iPhones auf dem Weg nach Hause ermordet. Im Februar kam es an einer U-Bahn-Haltestelle wegen eines Streits um ein iPhone zu einer Messerstecherei. Schneidermann sorgt sich vor allem auch darum, dass Mobiltelefon-Hersteller vielleicht kein wirkliches Interesse daran hätten, Diebstähle zu verhindern, da diese die Verkaufszahlen ankurbeln könnten – immerhin würden sich viele bestohlene Kunden ein neues Ersatzgerät besorgen.

Ende letzten Jahres sorgten die Worte des Sprechers des New Yorker Bürgermeisters für Aufsehen, denen zufolge die Kriminalstatistik von New York City deutlich besser ausfallen würde, wenn man Diebstähle von Apple-Gerichten herausrechnen würde – diese hatten im Jahr 2012 um 40 Prozent zugenommen.

Schneidermann ist derweil nicht der erste, der von Apple und anderen Herstellern Taten wünscht: Im April und zuletzt auch im Mai meldete sich ein Bezirksstaatsanwalt aus Kalifornien mit einer ähnlichen Forderung zu Wort, der von den Unternehmen die Integration eines so genannten “Kill-Switch” fordert – also eben die auch von Schneidermann angesprochene Möglichkeit, die Geräte aus der Ferne unbenutzbar zu machen.

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