Warum ich das iPhone 5 nicht weglegen kann (Kommentar)

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Ich habe mich vor Jahren bewusst für ein Android-Smartphone entschieden. Unsere Leser werden in älteren Artikeln schon erfahren haben, dass mein erstes Smartphone ein HTC Desire war. Bessere Hardware, besseres Display und schöneres Design: Damals war Android für mich auf dem Vormarsch und aufgrund des offenen Systems eine wundervolle Spielwiese. Doch es gibt auch heute noch negative Seiten an Googles mobilem Betriebssystem.

Warum ich das iPhone 5 nicht weglegen kann (Kommentar)

Mein HTC One ist derzeit in Reparatur, ich habe es ein wenig übertrieben strapaziert. Daher habe ich mein Notfall-Smartphone (das Galaxy S4) wieder in Betrieb genommen, nebenbei das iPhone 5 ausgepackt und gleich mal iOS 7 ausprobiert. Nach meinem iTry möchte ich bei iOS natürlich auf dem Laufenden bleiben und meinen Blick über den Tellerrand beibehalten. Lange ging das nicht gut, iOS 7 war zu sehr “Beta” für den Alltag und daher ging ich zurück wieder zurück auf mein Backup. Ganz einfach. Ganz schnell.

Google fehlt ein “iTunes”

Das iPhone mit einer Beta-Version flashen? Kein Problem, iTunes auf und mit einer Tastenkombi das zu flashende “Backup” einfach vom Rechner auswählen. Statt des Backups habe ich in diesem Fall einfach die passende iOS7 Beta.ipsw auf das iPhone 5 gespielt, fertig. Da ich vorher ein Backup gemacht habe, kann ich zudem einfach den alten Stand wiederherstellen.

Mit iTunes sind Backups sehr komfortabel gestaltet, zudem kann ich von dort aus auch direkt Apps beziehen und eine Ferninstallation starten. Auch wenn die Kollegen in der Redaktion neidisch auf unseren Webseiten Play Store schauen, es geht fast (!) genauso gut bei Apple. Nur eben ohne Backup-, Treiber- und (einfachem) Flash-System in einem. Google, wir brauchen ein iTunes, oder wenigstens eine ordentliche Backup-Software! Helium macht es auf Browser-Basis schon sehr gut vor, über Chrome könnte man doch sicher recht einfach ein Backup System realisieren. Seit Android 4.0 ist es immerhin möglich, über komplizierte adb-Befehle das System abzusichern.

Android benötigt mehr Vorgaben

Ja, wir haben es bejubelt, doch im Grund wissen wir alle, dass die geliebte Offenheit von Android uns eines Tages in den Rücken fällt. Wenn die Entwickler zu wenig Vorgaben haben, um eine App in den Play Store zu bringen, kommt dabei auch mal Murks zustande. Das mag bei vielen Apps gar kein Problem sein, doch mich stört vor allem, dass es erst jetzt eine cloudbasierte und damit plattformübergreifende Spielstandspeicherung von Google gibt. Viele Entwickler nutzen diese Möglichkeit auch gar nicht! Ich teste unheimlich viele Apps, viele Smartphones und tausche daher oft meinen Geräte, doch auch der Otto-Normalverbraucher hat vielleicht ein zweites Smartphone oder ein Tablet, auf dem er das aktuelle Spiel gern weiterspielen möchte.

Früher habe ich mit einem Game Boy auf der Toilette gesessen. So lange, bis mir die Beine einschliefen und “dann nur noch ein Level”. Ob nun in den öffentlichen Verkehrsmitteln, in den Arbeits- und Schulpausen oder auf einer langen Autofahrt: Unser Smartphone wird zu großen Teilen als Handheld genutzt, Google sollte diesen wichtigen Punkt meiner Meinung nach nicht außer Acht lassen. Apple ist hier mit passenden Frameworks und Librarys für die Entwickler da und bot aus meiner Sicht von Anfang an die besseren Spiele-Apps.

Mir ist damals schon in meinem iTry-Test aufgefallen, dass die iOS Spiele-Apps verdammt gut und richtig hochwertig produziert sind. Android-Entwickler haben aber dieses Jahr anscheinend kräftig nachgezogen, denn ich finde in letzter Zeit immer wieder richtig gute Apps im Play Store. Doch das Niveau von Apples Spielesammlung kann man so schnell nicht aufholen. Dass dabei auch die Fragmentierung ein großes Problem darstellt, brauche ich wohl nicht nochmal erläutern.

Ich bleibe trotzdem bei Android

Dass sind alles schon ziemlich wichtige Punkte für mich, doch ich bleibe weiterhin bei Android. Für Spiele und Notfälle greife ich wohl noch das ein oder andere Mal zum iPhone, doch mein Alltagsgerät ist und bleibt ein Android-Smartphone. Die Spiele-Apps werden langsam aber sicher besser, die Smartphones hochwertiger und ich kann das System immer so anpassen, wie ich es für richtig halte.

Mich stören auch nach mehreren Wochen weiterhin die Tastatur und Autokorrektur in iOS (wie viele Fehler ich damit schon fabriziert habe), die ich zudem nicht ändern kann. Ich verstehe oft die Einstellungspfade nicht und suche mich wieder und wieder durch das (für mich) unlogische System und zu guter Letzt kann ich selbst festlegen, welcher Browser sich standardmäßig bei Webseiten öffnet.

Das mögen marginale Kleinigkeiten sein, doch bei zwei so unglaublich guten System wie Android und iOS geht es doch am Ende nur noch um diese kleinen aber feinen Unterschiede. Oder nicht?

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Weitere Themen: Android Spezials, Apple


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