iPhone 5 Test

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Kann das iPhone 5, die letzte iPhone-Generation, auf die Steve Jobs Einfluss nahm, den Erwartungen gerecht werden? Konnte Apple zum fünften Mal in Folge das Konzept des iPhones verbessern oder rollt der angebissene Apfel auf der Stelle? Im folgenden Test versuche ich diese Fragen zu beantworten.

iPhone 5 Test

Zwei Wochen habe ich das iPhone 5 nun auf Herz und Nieren getestet, Fotos und Videos damit aufgenommen und geteilt, gezwitschert, gespielt, im Web gesurft, in Garageband gerockt und jede kleine Horromeldung (Pinke Lens-Flares, Scuffgate, Wifi-Probleme etc.) analysiert und abgeglichen. Hier also nun mein Review des iPhone 5. Sollten Fragen bestehen, beantworte ich diese gerne im Kommentarbereich.

iPhone 5: Design

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich, als die ersten Spypics des möglichen iPhone 5 auftauchten, sehr skeptisch war. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass Apple dem iPhone 5 ein solches Design spendiert. Doch diese verwackelten Featurephone-Fotos lassen wohl jedes Design schrecklich aussehen. Nicht nur mich führten sie in die Irre und täuschten über die Qualität der Materialien und Verarbeitung hinweg. In Realität ist das iPhone 5 das schönste Stück Technik, das ich mein Eigen nennen darf.

Farblich hat man die Wahl zwischen einem weiß-silbernen und einem graphit-schwarzen Modell.

Ganz offensichtlich teilt das iPhone 5 Designaspekte seiner Vorgänger iPhone 4S und iPhone 4. Dies mag darüber hinwegtäuschen, dass das iPhone 5 von Grund auf neu konstruiert wurde.

Denn auch wenn das iPhone 5 in ein paar Punkten den Vorgängern ähnelt, fühlt es sich aufgrund der neuen Maße, des geringeren Gewichtes von nur noch 112 Gramm und natürlich auch aufgrund der  gesteigerten Performance wie ein komplett neues Gerät an.

Mir persönlich ist das iPhone 5 sogar ein wenig zu dünn. Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Aber dünner bedeutet leider nicht unbedingt ergonomischer.

Die Rückseite des iPhone 5 besteht zum größten Teil aus Aluminium und ist oben und unten von Glas eingefasst.

Die Glas-Elemente sowohl auf der Rück- als auch auf der Vorderseite (Display) sind beim iPhone 5 bündig in den Metall-Rahmen eingefasst und liegen nicht wie beim iPhone 4S auf dem Rahmen auf. Dadurch sind die Glas-Elemente weniger anfällig für Sturzschäden. Zwischen Metallrahmen und Touchscreen ist ein hauchdünner Kunststoffrahmen eingefasst, der die Energie eines Aufpralls absorbieren kann. Diese neue Bauweise kombiniert mit dem erstmals bei einem iPhone zum Einsatz kommenden Gorilla Glas 2 macht die Glas-Elemente beim iPhone 5 um ein vielfaches bruchsicherer als jene beim iPhone 4S.

Natürlich ist Aluminium kratzanfälliger als Gorilla-Glas. Wer jedoch in Physik nicht geschlafen hat, ist sich dessen beim Kauf bewusst. Nichtsdestotrotz widersteht das eloxierte Aluminium so mancher Schlüsselbundattacke. Die Kanten hingegen sind relativ anfällig für Kratzer. Beim graphit-schwarzen Modell kommt so gerne einmal das hellgraue Aluminium zum Vorschein.

Einige Designänderungen scheinen beim iPhone 5 so logisch, dass man sich fragt, warum das nicht schon bei den Vorgängern so gemacht wurde.

Beispiel Kopfhörer-Buchse: Viele User verstauen ihr Smartphone kopfüber in der Hosentasche. Hat man dann noch Kopfhörer angesteckt, wird das Kabel in der Hosentasche, je nach Position der Buchse, abgeknickt.

Beim iPhone 5 findet sich, wie schon beim iPod touch seit je her, die Kopfhörerbuchse auf der Unterseite. Das Kabel geht somit keinen Umweg und wird nicht abgeknicht. Wäre die Buchse weiterhin oben, könnte das Kopfhörerkabel dieses doch längere und somit in der Hand etwas kopflastigere iPhone ungewollt vornüber ziehen.

Manch einer führt auch als Vorteil an, dass wenn es regnen sollte, die Chance, dass ein Regentropfen in die Kopfhörerbuchse eindringt und den Feuchtigkeitssensor auslöst, beim iPhone 5 sehr gering ist. Klingt absurd, mag aber stimmen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Produktdesign des iPhone 5 sehr solide, Apple-typisch elegant und hochwertig ist. Und trotzdem wird das bis dato wohl schönste Smartphone wieder in hässlichen Gummi-Hüllen verpackt werden.

Je schöner ein iPhone ist, desto eher will man es mit mehr oder weniger schmeichelnden Hüllen schützen. Im Grunde versucht man aber nur den Augenblick des Neuseins zu bewahren.
Nur ab und zu befreit man es aus den Polycarbonat-Zwängen, um in Stille das Design zu genießen. Schade eigentlich.

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