Billig-iPhone: Analysten glauben an Preis zwischen 350 und 450 Dollar

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Es erscheint mittlerweile recht wahrscheinlich, dass Apple dieses Jahr ein günstigeres iPhone veröffentlichen wird. Zwei Analysten glauben, dass das kein “Billig-iPhone” wird, Apple dafür aber einen Markt der “Mittelklasse-Smartphones” schaffen werde.

Billig-iPhone: Analysten glauben an Preis zwischen 350 und 450 Dollar

Die Analysten Mark Moskowitz und Gokul Hariharan von J.P. Morgan glauben, dass das “Billig-iPhone” gar nicht so “billig” wird: Sie erwarten einen Preis zwischen 350 und 450 US-Dollar ohne Subventionierung durch einen Mobilfunkvertrag.

Viele ihrer Kollegen wünschen sich ein möglichst günstiges iPhone, mit dem Apple möglichst viele Marktanteile auf Schwellenmärkten wie China, Brasilien oder Indien gewinnen könnte. Wenn die Vorgabe “möglichst günstig” heißt, dann sind 350 bis 450 Dollar relativ viel – so dass einige Beobachter nach der Präsentation des Gerätes enttäuscht sein könnten.

Den J.P.-Morgan-Analysten zufolge werde Apple allerdings eine andere Strategie verfolgen – und sich dabei am iPad mini orientieren. Auch das kleinere iPad war letztendlich deutlich teurer, als viele Beobachter dies erwartet hätten: Das Basis-Modell kostet deutlich mehr als 7-Zoll-Tablets der Konkurrenz.

Vorher habe es nennenswertes Wachstum nur im Bereich der Tablets für 499 oder mehr Dollar sowie für günstige Geräte um 199 Dollar gegeben. Seit Apple das iPad mini präsentierte, habe es quasi einen Markt für – preisliche – “Mittelklasse-Tablets” geschaffen. Und eben das könne Apple nun mit Smartphones wiederholen: Der Anteil der Geräte in der Preisspanne 350 bis 450 Dollar sei recht gering, das Gros der Smartphones sei entweder billiger oder teurer.

Die Vergangenheit zeige, dass Apple in Preisspannen einsteige, für die ein Markt bis dato noch nicht wirklich existiere, um einen solchen Markt quasi erst zu erschaffen. Die Analysten gehen allerdings bei ihrer Vorhersage nicht darauf ein, dass Apple die genannte Preisspanne ja schon ansatzweise mit dem weiterhin erhältlichen iPhone 4 bedient – letzteres kostet in den USA 450 Dollar. Allerdings dürfte das günstige iPhone wohl noch unter diesem Preis liegen und dem Kunden wenigstens suggerieren, es handle sich um ein “neues” Gerät, auch wenn die Hardware letztendlich ein paar Jahre alt sein sollte.

Die Analysten glauben, dass Apple sich aktuell mit Smartphones und Tablets in einer ähnlichen Position befinde wie vor dreißig Jahren auf dem PC-Markt – auf diesem hatte das Unternehmen seinerzeit einen Marktanteil in Höhe von rund 25 Prozent, fiel dann aber immer weiter hinter IBM-kompatible PCs und Microsoft Windows zurück.

Damit sich die Geschichte nicht wiederhole, müsse sich Apple mit Geräten wie dem iPad mini und dem günstigeren iPhone jetzt breiter aufstellen. Das werde zwar mittelfristig der Gewinnmarge schaden, langfristig sei es aber die richtige Entscheidung.

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