iPhone 6: Spezial-LCD von Sharp kommt 2012

Flavio Trillo
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Berichten aus Japan zufolge soll Elektronik-Hersteller Sharp mit der Fertigung spezieller LCD-Einheiten für das übernächste iPhone betraut worden sein. Im Frühling des kommenden Jahres werde die Produktion der Niedertemperatur-Polysilizium LCDs (p-Si LCDs) anlaufen und damit pünktlich für das im Juni erwartete iPhone 6 die benötigten Teile liefern. Dies meldet die Wirtschaftszeitung Nikkan unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen.

Ursprünglich wurden die p-SI LCDs für Fernsehgeräte entworfen. Ab Anfang 2012 werden in Kameyama in der Mie Präfektur aber auch Displays für das Apple-Smartphone hergestellt. Die besondere Anordnung der Siliziumkristalle erlaubt aufgrund einer geringeren Anzahl von Schnittstellen zwischen den Strukturen höhere Elektronengeschwindigkeiten.

Außerdem werden die Module insgesamt leichter und leistungsfähiger, da sie direkt auf das Glas aufgebracht werden können, das dem Endverbraucher als Bedienoberfläche angeboten wird. Sogar zusätzliche Komponenten wie Mikroprozessoren konnten so bereits auf dem Glas angebracht werden. Dank solcher “system on glass” Einheiten (analog zu SOC, “System on a Chip”) dürfte das iPhone deutlich an Stärke verlieren und ein noch schlankeres Profil bieten.

Damit würde sich auch eine Investition Apples in Höhe von etwa 900 Millionen Euro in das Unternehmen erklären, die zum Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde. Steve Jobs wollte sich angeblich die LCD-Versorgung sichern um nicht erneut auf Engpässe zu stoßen, wie zuvor mit Hersteller LG geschehen. Auch damals ging es um eine Fertigungsstätte in der Mie Präfektur.

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