iPhone 6s-Herstellung kostet 234 Dollar

Ansgar Warner
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Apples Hardware-Upgrade beim iPhone 6s macht sich auch bei den Komponentenkosten bemerkbar: für Chipsatz, Chassis etc. muss das Unternehmen 234 Dollar ausgeben, etwa zehn Prozent mehr als beim iPhone 6.

iPhone 6s-Herstellung kostet 234 Dollar

Schnellerer Prozessor, 3D-Touch-Display, 7000er Aluminium: Apple hat beim iPhone 6s vieles anders gemacht als beim Vorgängermodell. Das macht sich nicht nur beim Gewicht, sondern auch bei den Produktionskosten bemerkbar: Schätzungen von Bank of America Merrill Lynch zufolge schlagen die Geräte-Komponenten für die 64 Gigabyte-Version insgesamt mit 234 Dollar zu Buche. Damit ist das iPhone 6s mit Abstand das wertvollste iPhone aller Zeiten: Beim iPhone 6 lagen die Kosten noch bei 205 Dollar, beim iPhone 5s bei 181 Dollar, etwas näher heran ans jetzige Niveau kam allerdings das geräumige iPhone 6 Plus mit 223 Dollar.

Größter Posten im Teardown-Puzzle sind die neu verbauten Mikrochips im Wert von 127 Dollar, darunter 36 Dollar für Wireless-Technologie, 25 Dollar für den neuen 64-Bit A9 Prozessor und 22 Dollar für Sensorik vom Fingerprint-Scanning bis zu NFC. Der 64 GB-Speicherchip wird mit 20 Dollar veranschlagt. Weitere Komponenten wie das Display, die iSight-Kamera und nicht zuletzt der Akku werden auf 73 Dollar beziffert, Gehäuse und sonstiges tragen 33 Dollar bei.

Was heißt das für Apple? Die 64 GB-Version des neuen iPhone 6s wird ohne Simlock in den USA zum Preis von 749 Dollar angeboten, so dass abzüglich der Komponentenkosten noch 515 Dollar übrigbleiben. Das wären knapp 70 Prozent, sagt aber zunächst mal wenig über den realen Profit. Denn um den Nettogewinn pro Gerät zu ermitteln, müsste man noch weitere Herstellungs- und Vertriebskosten, das aufwändige Marketing und nicht zuletzt langfristige Investitionen in Forschung und Entwicklung einrechnen.

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