Ex-Google-Manager teilt aus: „Würde niemals ein Android-Smartphone nutzen, um Fotos zu schießen“

Kaan Gürayer
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Ist das Ende von DSLR-Kameras gekommen? Zumindest Vic Gundotra ist der Meinung. Der ehemalige Google-Manager zeigt sich begeistert von den Kamerafähigkeiten seines iPhone 7 Plus – und teilt ordentlich gegen Android aus. 

Ex-Google-Manager teilt aus: „Würde niemals ein Android-Smartphone nutzen, um Fotos zu schießen“

„Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“, heißt es in einem bekannten Fotografen-Sprichwort. Den magischen Moment einzufangen, der im Hauch einer Sekunde vorbeikommt und ebenso schnell wieder verschwindet, dürfte für die meisten Menschen wichtiger sein als der perfekte ISO-Wert. Aus diesem Grund haben moderne Smartphones Digitalkameras mehr oder weniger bereits verdrängt und laut Ex-Googler Vic Gundotra sind jetzt digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) an der Reihe.

In einem Facebook-Post teilte Gundotra, der bei Google als SVP Social federführend für die Entwicklung von Google+ verantwortlich war, seine Gedanken zum aktuellen Stand der Smartphone-Fotografie mit. Gundotra zufolge sei das Ende der DSLR-Kameras für die „meisten Menschen“ bereits gekommen, da moderne Smartphones in Verbindung mit computergestützten Bildverbesserungen heute schon eine zufriedenstellende Qualität abliefern. Als Beispiel dafür zeigt er ein Foto, das er während des Abendessens spontan mit seinem iPhone 7 Plus im Portraitmodus aufgenommen hat. „Great job Apple“, lobt Gundotra die Bildqualität.

Bis hierher nichts ungewöhnliches. In der anschließenden Diskussion in den Kommentaren holt der ehemalige Google-Manager aber zum Rundumschlag gegen Android aus. Darauf angesprochen, dass das Galaxy S8 sogar noch bessere Fotos als das iPhone 7 Plus mache, antwortet Gundotra herablassend: „Ich würde niemals ein Android-Smartphone nutzen, um Fotos zu schießen.“

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HTC U11: Kamera-Test 4K-Beispielvideo

Offenheit von Android sei das Problem

Das Problem, so erklärt es Gundotra später, liege in der Offenheit Androids als Open-Source-Betriebssystem. Neuerungen, die die Hersteller an ihren Kameras vornehmen, müssten von Google erst mit entsprechenden APIs ins OS integriert werden. Dieser Prozess könne laut Gundotra Jahre dauern, weshalb etwa Hersteller wie Samsung dazu übergegangen sind, eigene Kamera- und Galerie-Apps zu integrieren.

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Apple hingegen kontrolliere Hard- und Software und hat nicht mit diesen Beschränkungen zu kämpfen. Wenn der iPhone-Hersteller die Kamera in seinem Kult-Smartphone verbessert, könne im Anschluss spielend leicht die Software angepasst werden, ohne auf Erlaubnis einer dritten Partei warten oder sich mit Open-Source-Bestimmungen herumschlagen zu müssen.

Unterm Strich: „Wer wirklich Interesse an großartigen Fotos hat, benutzt ein iPhone. Wer hingegen kein Problem hat, ein paar Jahre hinterherzuhinken, kauft sich ein Android“, so Gundotra abschließend.

Was sagt ihr zu den Aussagen von Gundotra? Und wie erklärt sich, dass laut den Kameraexperten von DxOMark das HTC U11 (Preisvergleich oben) das beste Kamera-Smartphone ist? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!

Quelle: Facebook

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass das iPhone 7 Plus im Ranking von DxOMark den 13. Platz erreicht hat. Das ist nicht korrekt, gemeint war das iPhone 7. 

 

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