iPhone 7 und Galaxy S7: Wasserschäden trotz Wasserdichtigkeit

Simon Stich
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Viele neue Smartphones werden als wasserdicht beworben. Doch auch bei einer hohen Schutzklasse kommt es mitunter zu Wasserschäden. Jetzt gibt es erste Zahlen zum iPhone 7 (Plus) und Galaxy S7 (edge). Sind die Geräte wirklich wasserdicht?

iPhone 7 und Galaxy S7: Wasserschäden trotz Wasserdichtigkeit

Wasserdicht ist leider nicht immer wirklich wasserdicht. Auch bei Smartphones mit IP68-Zertifizierung kommt es zu Schäden durch einlaufendes Wasser. Die Einstufung nach IP68 sollte es eigentlich nur dann geben, wenn Smartphones auch tatsächlich dauerhaft staub- und wasserdicht sind. IP67 wird vergeben, wenn ein Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen gegeben ist. Die Handywerkstätten von Clickrepair wollten es genauer wissen und haben zusammen mit Statista eine Umfrage gestartet, an der 5050 Personen teilgenommen haben. Hier gibt es das Ergebnis:

Mehr Wasserschäden beim iPhone 7 Plus

Interessanterweise sind elf Prozent der Defekte beim iPhone 7 Plus auf Wasser zurückzuführen – bei einer IP67-Zertifizierung. Beim iPhone 7 sieht es mit drei Prozent sehr viel besser aus, obwohl das Gerät ebenfalls nur nach IP67 eingestuft wurde und demnach nur vor vorübergehendem Untertauchen geschützt ist. Vielleicht gehen einige Nutzer davon aus, dass „wasserdicht“ bedeutet, sie können das Smartphone dauerhaft unter Wasser benutzen.

Die Konkurrenz von Samsung hat auch mit Wasserschäden zu kämpfen: Neun Prozent der Defekte beim Galaxy S7 und sechs Prozent beim Galaxy S7 edge sind Wasserschäden. Kein gutes Resultat also, zumal beide Geräte eine IP68-Schutzklasse besitzen. Die Ergebnisse der Umfrage soll sich auch mit den internen Reparaturdaten von Clickrepair decken, die über 450 Filialen in Deutschland unterhalten. Die Umfrageergebnisse sind allerdings leider nur bedingt aussagekräftig: Hat ein Gerät viele weitere Probleme, drückt das den prozentualen Anteil der Wasserschäden nach unten.

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Wasser führt oft zu Totalschaden

Unabhängig von der Schutzklasse sollten wir also nach wie vor vorsichtig mit unseren Smartphones umgehen. Ein Wasserschaden führt leider oft zu einem Totalausfall, bei dem in manchen Fällen nur noch die Daten gerettet werden können – wenn überhaupt. Das Gerät selbst ist dann Schrott.

Wasser ist dabei nicht gleich Wasser: Chlor im Schwimmbad oder salziges Meerwasser greifen auch wasserdichte Smartphones an. Hörmuschel, Mikrofon und Kamera sind dabei mögliche Gefahrenstellen. Auch winzige Haarrisse, verformte Anschlüsse oder ein verbogenes Smartphone können unter Umständen dazu führen, dass Wasser eindringt.

Quelle: Pressemitteilung von Clickrepair

Weitere Themen: iPhone 7 Plus, Samsung Galaxy S7 edge, Samsung Galaxy S7, Apple iPhone, Apple Event (7. Sept. 2016): Liveticker und Livesendung zum iPhone 7, Apple

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