Patentklage: Qualcomm will iPhone-Verkäufe stoppen

Thomas Konrad

Angeblich überhöhte Lizenzgebühren für Modem-Chips im iPhone stecken hinter dem aktuellen Rechtsstreit zwischen Apple und dem Zulieferer Qualcomm. Dieser hat nun offiziell eine Patentklage eingereicht und stellt große Anforderungen.

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iPhone 7 Review

Dass Qualcomm einen Rechtsstreit gegen Apple anstrebt, ist seit Längerem bekannt. Der könnte sich sogar auf das iPhone 8 auswirken. Qualcomm hat die Patentklage gegen den iPhone-Hersteller nun offiziell bestätigt, berichtet 9to5Mac.

Laut Qualcomm verstößt Apple mit seinem iPhone gegen sechs Patente, die zentrale Funktionen des Smartphones betreffen. „Apple verwendet Qualcomms Technologien weiterhin, ohne dafür bezahlen zu wollen“, erklärt Qualcomms Chefjustiziar Dan Rosenberg in einer Pressemeldung des Unternehmens.

Qualcomm fordert Importverbote und Verkaufsstops für solche iPhone-Modelle, in denen Netzwerkmodems von anderen Herstellern verbaut sind. Tatsächlich hatte Apple bis zum iPhone 7 über Jahre ausschließlich Modem-Chips von Qualcomm verwendet. Das führte am Ende zum Rechtsstreit: Apple fühlte sich in den Exklusiv-Vertrag gedrängt und forderte Anfang des Jahres eine Milliarde US-Dollar von Qualcomm – als Entschädigung für angeblich überhöhte Lizenzgebühren. Zur nun eingereichten Patentklage hat sich Apple bislang nicht geäußert.

Quelle: Qualcomm, via 9to5Mac.

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