Catalyst Case: Kann die wasserdichte iPhone-Hülle mit Lifeproof mithalten?

Sebastian Trepesch

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Das iPhone 7 ist zwar wassergeschützt, aber immer noch nicht komplett wasserdicht und sturzsicher. In unseren Case-Tests fanden wir bisher nur einen Hersteller, der vernünftige Outdoor-Hüllen für das Apple-Smartphone herstellt. Ein neuer Versuch: Ist das Catalyst Case eine gute Wahl?

Zu groß, zu unsicher, zu umständlich: Manch eine wasserdichte iPhone-Hülle verursachte in unserem Test ein ewiges Herumgefriemel. Die Cases von Lifeproof überzeugten uns dagegen. Mit der Schutzhülle von Catalyst – so viel sei gleich vorab verraten – fanden wir endlich eine gute Alternative.

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iPhone 7 Review

Wasserdichtes Catalyst Case für iPhone 7 im Test

Für den Test untersuchten wir das Case für das iPhone 7, ähnliche Produkte für . Zwar ist das neuste Apple-Smartphone bereits nach IP67 zertifiziert, also gegen kurzzeitiges Untertauchen geschützt. Die Catalyst-Hülle rüstet dauerhaften Wasserschutz (IP68) für bis zu 10 Meter Wassertiefe nach. Zudem hält sie Schnee und Sand fern. Der Sturzschutz soll einen Fall aus bis zu zwei Metern für das Smartphone folgenlos ausgehen lassen.

Ich habe das Catalyst-Case zwei Wochen lang im Urlaub ausprobiert und dabei Regenwasser, Salzwasser und vor allem viel Sand und Staub ausgesetzt. Mit einem ungeschützten iPhone wäre es mir oft nicht wohl gewesen. Die Catalyst-Hülle schaffte Vertrauen.

Das Case krankt an Eigenschaften, die jede andere wasserdichte Hülle, die wir kennen, ebenfalls besitzt:

  • Die Qualität der Audioeigenschaften ist etwas niedriger als vom iPhone gewohnt, da Mikrofon und Lautsprecher von einer Membran geschützt werden.
  • Auch die Bildqualität wird etwas beeinträchtigt – wenngleich minimal, da Catalyst eine sehr gute Linse vor die Kamera setzt. Deutlicher sind die Qualitätseinbußen der Selfie-Kamera durch die Displayschutzfolie.
  • Unter Wasser ist der Touchscreen nicht oder nur sehr schlecht bedienbar – was nicht an der Hülle, sondern am Wasserdruck liegt.
  • Das Verschließen und Öffnen des Schutzes ist nicht so komfortabel als bei den meisten gewöhnlichen Cases und sollte mit großer Sorgfalt vorgenommen werden. Leicht könnte ein Sandkorn auf dem Dichtungsring liegenbleiben und hierüber Wasser eindringen.

Das iPhone lässt man also besser den gesamten Outdoor-Urlaub (oder wofür auch immer es notwendig ist) im Case verpackt. Das ist problemlos möglich, denn der Lightning-Anschluss wird über einen abnehmbarer Gummistöpsel verschlossen, so dass man zum Laden das Case nicht abnehmen muss.

Praktisch: Der Fingerabdrucksensor funktionierte in unserem Test meist problemlos, da über Touch ID eine spezielle Membran angebracht ist. Auch die Bedienung der Buttons bleibt komfortabel. Die Folie über dem Touchscreen mindert etwas den hochwertigen Bedieneindruck, das man vom iPhone-Glas gewohnt ist. Funktional gibt es aber keine Einschränkungen.

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Fazit zur iPhone-Schutzhülle von Catalyst

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Für eine wasserdichte Hülle ist das Catalyst Case für iPhone 7 komfortabel, sowohl das Einsetzen des Smartphones als auch dessen Bedienung. Hierbei aber bitte die Hinweise in der ausführlich bebilderten Anleitung beachten! Nachteilig ist, dass Facetime-Bilder durch die Display-Folie etwas milchiger werden – Tipp: Möglichst auf die Rückkamera des iPhones zurückgreifen.

Mit dem gefälligen Design der Hülle hat der Hersteller einen guten Kompromiss aus Kompaktheit und Schutz gewählt. Insgesamt bietet Catalyst ein sehr gutes Produkt, das auch gegenüber den Lifeproof-Hüllen überzeugt. Empfehlung!

Weitere Themen: Apple iPhone, Apple Event (7. Sept. 2016): Liveticker und Livesendung zum iPhone 7, Apple