Apple-Zulieferer TSMC könnte iPhone- und iPad-Chips in den USA produzieren

Florian Matthey

Eine weitere Komponente des iPhone könnte in Zukunft aus den USA stammen: TSMC, der Produzent der Apple-AX-Chips aus Taiwan, denkt über eine Fabrik in Apples Heimat nach. Die Entscheidung soll aber erst im nächsten Jahr fallen.

Apple-Zulieferer TSMC könnte iPhone- und iPad-Chips in den USA produzieren

TSMC könnte eine stolze Summe in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar investieren, um Chips in Zukunft in den USA herzustellen. Angesichts dessen, dass ein Großteil der Kunden des Produzenten in den USA ansässig ist, wäre ein solcher Schritt sinnvoll. Der TSMC-Sprecher Michael Kramer betont aber, dass es auch negative Faktoren gibt: Wenn beispielsweise ein Erdbeben die Produktion in Taiwan beeinträchtige, könnte das Unternehmen sofort tausende Mitarbeiter für den Support entsenden. In den USA würde weniger Flexibilität bestehen.

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iPhone 7 Review

Andererseits könnte gerade Apple ein Grund sein, warum sich die Investition in den USA doch lohnen würde: Apple soll darüber nachdenken, seine Apple-AX-Chips fürs iPhone und iPad in Zukunft durch Intel produzieren zu lassen – nachdem Intel angekündigt hatte, in das Geschäft der Chips auf ARM-Basis einzusteigen. Sollte TSMC ebenso wie Intel in den USA produzieren können, lägen die Chancen vielleicht besser, dass Apple beim aktuellen Partner bleibt.

Andererseits stammten die Apple-AX-Chips in der Vergangenheit zum Teil schon aus den USA: Der frühere Apple-Partner Samsung produzierte die Chips nicht nur in Südkorea, sondern auch in Texas, was Apple nicht davon abhielt, zunächst schrittweise und schließlich komplett zu TSMC zu wechseln. Aber Samsung ist im Gegensatz zu TSMC ja auch ein direkter Apple-Konkurrent, was mit Sicherheit auch ein Faktor in der Entscheidung Apples gewesen sein dürfte …

via 9 to 5 Mac