iPhone 8: USB C anstelle von oder für Lightning

Sebastian Trepesch
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Das nächste iPhone mit USB C statt Lightning – ein Bericht des Wall Street Journals deutet den Anschlusswechsel des Apple-Smartphones an. Vermutlich streicht Apple aber nicht den bisherigen Anschluss, sondern ändert ihn an anderer Stelle.

iPhone 8: USB C anstelle von oder für Lightning

Da seriöse Wall Street Journal bewies in den letzten Jahren einen recht guten Draht zu Apple-Insidern und plauderte manch Information zu neuen Geräten aus. Nicht ganz einfach verhält es sich aber mit einem neuen Bericht zum Anschluss des kommenden iPhones 8: Die Zeitung gibt an, dass Apple zukünftig auf einen USB-C-Port setzt – anstelle des bisherigen Lightning-Ladekabels. The Verge macht darauf aufmerksam, dass die Formulierung im Artikel missverständlich ist: Es könnte sich einerseits um den Steckplatz am Smartphone handeln, andererseits aber auch um den Anschluss am Netzstecker – wie es beim neuen MacBook Pro der Fall ist.

USB C statt Lightning?

Will Apple wirklich den Lightning-Anschluss des iPhones abschaffen? Mit dem iPhone 8 dürfte der Hersteller größere Änderungen in Angriff nehmen. Ein Wechsel des Anschlusses wäre durchaus vorstellbar, betrachtet man sich die MacBooks und MacBook-Pro-Modelle von 2016. Hier setzt Apple auf USB C beziehungsweise Thunderbolt 3, welches direkt kompatibel mit USB C ist. Eine Vereinheitlichung der Anschlüsse klingt plausibel.

Allerdings bietet USB C gegenüber Lightning keine besonderen Vorteile, ein Wechsel wäre also nicht wirklich notwendig – im Gegensatz zum Wechsel des 30-Pin-Anschlusses auf Lightning vor einigen Jahren. Für den Konzern hätte es sogar Nachteile: Bei Lightning-Zubehör kann Apple deutlich besser Kontrolle ausüben und über Lizenzgebühren eher mitverdienen als bei USB C. Dass das Unternehmen noch auf Lightning setzt, zeigte zuletzt die Ladebox der Kopfhörer AirPods.

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USB C für Lightning?

Ein Wechsel auf neue Netzteile für das iPhone klingt zunächst überflüssig, doch das Gegenteil ist der Fall: Hier hat Apple durchaus Interesse, von einem USB-Port Typ A auf den kleinen Typ C umzusteigen. Grund: das Ladekabel. Es wäre dann statt Lightning-auf-USB-A zukünftig Lightning-auf-USB-C. Und genau dieses Kabel benötigen die Käufer eines MacBook Pro 2016 oder MacBook, wollen sie ihr iPhone an den Rechner anschließen. Aktuell schauen die Käufer dieser Modelle in die Röhre: Das dem iPhone beiliegende Ladekabel lässt sich nur über einen Adapter anschließen, oder die Kunden müssen sich ein entsprechendes Kabel kaufen.

 

Eine Benachteiligung genau der Premium-Kunden also. Dies würde ein am Ladegerät geänderter Anschluss ändern – dann könnte Apple dem iPhone ein Lightning-auf-USB-C-Kabel beilegen. Folglich wären die Besitzer älterer Macs sowie Windows-PCs benachteiligt. Aus Sicht von Apple sicher eher verschmerzbar. Um ihr Smartphone an den Computer anzuschließen, müssten sich diese Kunden dann eben eines der bisherigen Kabel – ob von Apple oder anderen Herstellern – zulegen.

Das neue Netzteil des iPhone 8 könnte so ähnlich aussehen wie in unserem Bild oben. Mit USB C statt Lightning, aber ohne den großen gewöhnlichen USB-C-Steckplatz. Für das Bild zweckentfremdet: Die AirPods-Ladebox.

Quelle: WSJ via The Verge

Weitere Themen: Lightning, USB 3.1 Typ C, Apple